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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Einzigartige Energieversorgung: Wie ein neues Viertel entsteht
Wirtschaft

Einzigartige Energieversorgung: Wie ein neues Viertel entsteht

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 18. September 2024 11:50
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Die Bagger rollen auf und ab: Auf dem ehemaligen Kasernengelände im Bamberger Osten wird viel gebaut. Alte Backsteingebäude erinnern noch an die frühere US-Kaserne. 2014 wurden die Soldaten abgezogen, nun entsteht ein neues, innovatives Viertel. Im Lagarde-Quartier werden insgesamt 1.200 Wohnungen und Gewerbeeinheiten in Alt- und Neubauten über eines der ökologischsten Wärmenetze Deutschlands beheizt.

Inhaltsübersicht
Größter Abwasserwärmetauscher BayernsDeutschlands größtes innerstädtisches Geothermie-FeldStart-ups, Kultur und medizinische Versorgung

Größter Abwasserwärmetauscher Bayerns

Am Freitag wird die Wärmeversorgung für das neue Quartier von den Stadtwerken Bamberg offiziell in Betrieb genommen. Christian Bernreiter (CSU), Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, macht sich vor Ort ein Bild vom neuen Viertel. „Der Freistaat Bayern hat hier massiv unterstützt: rund 76 Millionen Euro aus Städtebauförderung und Wohnbauförderung“, so Bernreiter. Bei der Energieversorgung habe man Mut bewiesen. Insgesamt wurde ein dreistelliger Millionenbetrag in das neue Viertel investiert, so Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD).

Das Energiekonzept des Lagarde-Viertels ist einzigartig. Das Besondere: 70 Prozent der benötigten Wärme wird vor Ort aus erneuerbaren Energien gewonnen. Hierfür haben die Stadtwerke Bamberg unter anderem den größten Abwasserwärmetauscher Bayerns installiert, in dem die Wärme aus dem Abwasser tausender Haushalte aufgefangen wird. Weitere Energiequellen sind ein 20.000 Quadratmeter großes Feld mit Erdkollektoren, Erdsonden und Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Gebäude. „Das Konzept ist so aufgebaut, dass wir drei verschiedene Energiequellen für das Viertel haben“, erklärt Michael Fiedeldey, Geschäftsführer der Stadtwerke Bamberg.

Deutschlands größtes innerstädtisches Geothermie-Feld

Auf einer Fläche von 32.000 Quadratmetern unterhalb der Gebäude sammeln Flächenkollektoren drei Millionen Kilowattstunden oberflächennahe Erdwärme ein. Auf Deutschlands größtem innerstädtischen Geothermie-Feld gewinnen laut Stadtwerken Bamberg 74 Erdsonden in einer Tiefe von bis zu 120 Metern jährlich 900.000 Kilowattstunden Wärme.

Dritte Energiequelle ist das Abwasser von mehreren tausend Haushalten im Bamberger Osten, so Fiedeldey. Das Abwasser fließt durch den Abwasserkanal in der benachbarten Zollnerstraße, in dem auf einer Länge von rund 220 Metern ein Wärmetauscher installiert ist. Auf diesem Weg werde eine kontinuierliche Wärmeleistung von 1.000 Kilowattstunden gewonnen, was einer jährlichen Wärmemenge von rund 2,7 Millionen Kilowattstunden entspreche. Umgerechnet seien das rund 270.000 Liter Heizöl. Der Strom für die Wärmepumpen werde über Photovoltaikanlagen auf den Gebäuden gewonnen.

In der Energiezentrale auf dem Lagarde-Gelände ist die Gebäude- und Anlagetechnik miteinander vernetzt, sodass die Energie laut Stadtwerken Bamberg höchst effizient genutzt werden könne. Am Freitag wird die Energiezentrale offiziell in Betrieb genommen. Weil Sonnenstrom und Erdwärme unabhängig von Börsen und CO₂-Preisen seien, profitieren die Bewohner auch finanziell.

Start-ups, Kultur und medizinische Versorgung

Auch das digitale Gründerzentrum „Lagarde1“ befindet sich im neuen Lagarde-Viertel. 20 Start-ups arbeiten hier schon in sanierten Büros. Neben dem Gründerzentrum entsteht in den kommenden Jahren ein Medizinisches Demenzzentrum. Auch die Zentralstelle Cybercrime Bayern befindet sich im neuen Quartier. Außerdem soll das Lagarde Viertel geförderten Wohnraum für tausende Menschen bieten. „Wir wollen den wachsenden Wohnungsbedarf in Bamberg decken“, so Bambergs Oberbürgermeister Starke. Die Stadt wolle aber nicht nur Wohnen realisieren, sondern auch kreativ fördern. Deshalb entstehe auf dem Gelände auch ein neues Kulturzentrum.

Einige Wohnungen auf dem Lagarde-Gelände wurden schon bezogen, bis Ende 2025 sollen weitere folgen. Insgesamt sollen in dem neuen Stadtviertel in den kommenden Jahren rund 2.500 Menschen leben.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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