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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Islam-Unterricht an Schulen: Wie Radikalisierung vorgebeugt wird
Kultur

Islam-Unterricht an Schulen: Wie Radikalisierung vorgebeugt wird

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 14. Oktober 2024 09:00
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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„‚Der Islam ist die wahre Religion‘ – wie fühlt ihr euch, wenn ihr diesen Post aus Social Media lest?“, fragt Lehrerin Hülya Okutan. Die Deutschtürkin unterrichtet Islam in der 9. Klasse an der Centerville-Süd-Mittelschule Augsburg.

Inhaltsübersicht
Diskutieren, aufklären und sensibilisierenIslamischer Unterricht in Bayern: Seit zwei Jahren WahlpflichtfachRespekt und Vertrauen beugen Radikalisierung vor

„Ich fühle mich schlecht, weil das auch immer die Taliban sagen“, antwortet Yusuf. Der 14-Jährige distanziert sich von der gewaltbereiten Gruppierung, genauso wie seine Mitschüler. Yusuf weiß: Der Islam ist eine friedliche Religion, anders als es der extremistische Islamismus vorgibt. Okutan bestärkt die Schülerinnen und Schüler, sich eigenständig Meinungen zu bilden – auf Basis der freiheitlich demokratischen Grundordnung.

Diskutieren, aufklären und sensibilisieren

In der geschützten Atmosphäre des Unterrichts dürfen die Schülerinnen und Schüler alles aussprechen, was sie beschäftigt, ihre Meinungen werden diskutiert, manchmal auch kritisiert.

Okutan erinnert sich, dass einmal ein Junge die in Gaza getöteten Muslime bedauerte. „Ich habe ihm erklärt, dass auf der anderen Seite auch Kinder sterben.“ Dann habe der Junge auch Mitgefühl für das Leid in Israel entwickelt – ein wichtiger Schritt für gegenseitiges Verständnis. Das wiederum sieht die Lehrerin als bedeutenden Aspekt gegen Radikalisierung.

Ein anderes Mal wollte ein Junge den Hassprediger Pierre Vogel in einem Referat vorstellen. „Ich habe sofort Kontakt mit seinen Eltern aufgenommen“, erzählt die Lehrerin. Auch bei Ufuq e.V., einer Beratungsstelle gegen religiös motivierte Radikalisierung, hat sie Rat gesucht. Ein Jahr lang blieb Okutan mit dem Jugendlichen im Gespräch, bis dieser von dem Hassprediger abließ. „Falls wir an der Schule islamistische Tendenzen wahrnehmen, handeln wir sofort“, sagt sie.

Islamischer Unterricht in Bayern: Seit zwei Jahren Wahlpflichtfach

Islamischen Unterricht gibt es in Bayern seit zwei Jahren als Wahlpflichtfach, alternativ zum evangelischem oder katholischen Religionsunterricht oder Ethik. Laut Kultusministerium haben im Schuljahr 2023/24 rund 21.000 Schülerinnen und Schüler im Freistaat den Islamischen Unterricht besucht. Viele Schulen suchen noch Personal. Wer als Islam-Lehrer unterrichten möchte, braucht einen akademischen Abschluss und eine religionspädagogische Ausbildung für Islamischen Unterricht.

Respekt und Vertrauen beugen Radikalisierung vor

Die Schüler der Centerville-Süd-Mittelschule kommen aus 27 Nationen. Respekt ist Schulleiter Christoph Dietsche wichtig. „Die jungen Menschen sollen sich wahrgenommen fühlen, etwa indem wir in Musik Lieder aus ihrer Heimat singen.“

Respekt und Vertrauen beugten Radikalisierung vor, sagt Rainer Neußer vom „Nürnberger Präventionsnetzwerk gegen religiös begründete Radikalisierung“. Er organisiert Workshops gegen Radikalisierung an Schulen und Jugendzentren. „Je besser sich Lehrer oder Sozialarbeiter und Jugendliche kennen, umso mehr vertrauen sie sich ihnen an“, sagt Neußer. Es sei wichtig, dass langfristig genug Geld in Prävention fließe.

Laut dem bayerischen Familienministerium wurde der Haushalt für Prävention in den vergangenen acht Jahren von rund 2,7 auf aktuell 5,2 Millionen Euro aufgestockt.

Mehr zum Thema „Radikal! Religiös? Gefahren des Extremismus“ in der Sendung STATIONEN in der ARD Mediathek.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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