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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Alles sehr wackelig“: Russen teilen Kreml-Zuversicht nicht
Kultur

„Alles sehr wackelig“: Russen teilen Kreml-Zuversicht nicht

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 17. Februar 2025 14:48
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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„Es ist alles noch sehr wackelig. Wenn man berücksichtigt, dass sowohl Kiew als auch der Kreml ihre jeweils eigenen Gründe haben, die Kämpfe fortzusetzen, dann ist noch nichts vorherbestimmt“, so der russische Blogger Anatoli Nesmijan (121.000 Fans) über die derzeitigen Friedensaussichten im Ukrainekonflikt. Ein möglicher Waffenstillstand erinnerte ihn sehr an das berüchtigte „Münchner Abkommen“ von 1938. Damals knickten die Westmächte Frankreich und Großbritannien vor Hitlers territorialen Ansprüchen ein und machten den Weg frei für die Aufteilung der damaligen Tschechoslowakei.

Inhaltsübersicht
„Umsetzungschancen gleich null“„Es wird zumindest interessant“

„Umsetzungschancen gleich null“

„Europa will wirklich nicht kämpfen. Es ist einfach nicht dazu bereit“, so der Blogger: „Daher ist eine Fortsetzung des russisch-ukrainischen Konflikts zwar eigentlich schlecht für die Europäer, stellt jedoch immer noch eine viel bessere Entwicklung dar als die, in die die Amerikaner sie hineinzerren wollen [nämlich deutlich mehr für die Verteidigung auszugeben].“ Im Übrigen könne auch China derzeit kein Interesse daran haben, dass sich die USA aus dem Konflikt zurückzögen, weil Trump dann umso mehr freie Hand im pazifischen Raum hätte.

Ähnlich pessimistisch bleibt Strategie-Experte Wladimir Inosemtsew, der auch in westlichen Medien veröffentlicht. Trumps „Abenteuerlust“ verringere die Wahrscheinlichkeit eines Abkommens erheblich. Es gebe „keine große Chance“ für eine Einigung noch in diesem Jahr. Trump und Putin würden allenfalls eine Vereinbarung vorlegen, die aus Sicht der übrigen westlichen Staaten wie eine „demütigende Niederlage“ aussehen werde.

Die Umsetzungschancen seien „gleich null“, da die Europäer auch ohne die USA die Ukraine weiter unterstützen würden: „Deshalb finde ich es lächerlich, dass der Kreml schon beginnt, ein musikalisches Repertoire für ein ‚Siegeskonzert‘ zusammenzustellen und quasi Einladungen dazu verschickt.“

„Es wird zumindest interessant“

Inosemtsew argumentiert, Trump drohe ein zweites Afghanistan, also ein Rückzug unter beschämenden Umständen, und Putin werde den Großteil seines wegen der Sanktionen dezimierten Staatshaushalts viele Jahre lang für den Wiederaufbau zerstörter Gebiete aufbringen müssen. Fast wortgleich schreibt Dmitri Drise, Kolumnist des Wirtschaftsblatts „Kommersant“: „Es kann durchaus sein, dass nichts bei den Gesprächen herauskommt, aber es wird zumindest interessant.“

Sogar Kreml-Propagandist Sergei Markow rechnet nicht mit einem „Durchbruch“ bei den Verhandlungen. Obendrein zeigte er sich besorgt über die „Verlangsamung“ des russischen Vormarschs, für die offiziell keine Gründe genannt würden.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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