Ein besonders starker geomagnetischer Sonnensturm hat dafür gesorgt, dass in der Nacht zum Dienstag am Himmel über Bayern erneut ein spektakuläres Schauspiel zu sehen war: Wie schon vor einer Woche waren teils mit bloßem Auge vor allem in Franken aber auch bis zu den Alpen am nördlichen Himmel rote und grüne Polarlichter zu sehen. Die Beobachtungsbedingungen waren meist ideal, dank weitgehend klarem Himmel und Neumond.
Heftiger Sonnensturm bringt die Atmosphäre zum Leuchten
„Wir hatten eine stärkere Eruption der Sonne und die ist jetzt bei uns angekommen“, erläuterte Markus Bayer, Meteorologe beim DWD, das über Bayern seltene Phänomen. Mit dem durch die Eruption ausgelösten Sonnenwind erreichten aufgeladene Teilchen die Erde. Diese würden dann zum Leuchten angeregt, wenn sie in den oberen Schichten der Atmosphäre auf Luftmoleküle treffen.
Der geomagnetische Sturm (Link zum Podcast) erreichte am Montagabend die zweithöchste Stufe G4, wie die US-NOAA berichtete. Möglich seien bei dieser Stärke unter anderem Auswirkungen auf Satelliten. So könne auch das GPS-System ausfallen.
Die Eruptionswolke der Sonne habe die Strecke zwischen Sonne und Erde in nur etwa 25 Stunden bewältigt, berichtete die Astronomie-Plattform „Spaceweather“. Das sei extrem schnell. Normalerweise benötige eine solche Wolke für diese Strecke drei bis vier Tage.

