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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Netzwelt > KI bei WhatsApp: EU droht Meta mit Zwangsmaßnahmen
Netzwelt

KI bei WhatsApp: EU droht Meta mit Zwangsmaßnahmen

Benjamin Lehmann
Zuletzt aktualisert 10. Februar 2026 15:49
Von Benjamin Lehmann
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3 min. Lesezeit
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Die Europäische Kommission droht dem WhatsApp-Konzern Meta wegen der Künstlichen Intelligenz (KI) in der App mit einstweiligen Zwangsmaßnahmen. Nach den vorläufigen Ergebnissen einer Untersuchung verstößt der US-Konzern gegen Wettbewerbsrecht, weil er konkurrierenden Anbietern von KI keinen Zugang zu dem Messenger-Dienst gewährt, wie die Brüsseler Behörde mitteilte.

Inhaltsübersicht
Kommission spricht von marktbeherrschender StellungVerfahren beruht laut Meta auf Missverständnis

Das Verhalten von Meta berge die Gefahr, dass Wettbewerber daran gehindert werden, in den schnell wachsenden Markt für KI-Assistenten einzutreten oder dort zu expandieren. Meta hatte demnach im Oktober angekündigt, dass es KI-Anbietern untersagen werde, eine Option in WhatsApp für die Kommunikation mit Kunden zu nutzen, wenn KI der primäre angebotene Dienst sei.

Kommission spricht von marktbeherrschender Stellung

Das führe laut EU-Kommission dazu, dass für Nutzerinnen und Nutzer nur Metas eigene KI (Meta AI) zur Verfügung stehe. Der KI-Chatbot kann Texte zusammenfassen, übersetzen, erstellen sowie Fragen beantworten und nutzt dabei auch aktuelle Informationen aus dem Internet. Er funktioniert ähnlich wie etwa ChatGPT, Gemini und andere KI-Modelle. Wer die KI nutzen möchte, kann dafür in der App einen Chat mit ihr starten.

Die EU-Kommission wacht in der EU über die Einhaltung des Wettbewerbsrechts. Die Brüsseler Wettbewerbshüter drohen nun, den Zugang für Konkurrenten auf dem KI-Markt mit Zwangsmaßnahmen wiederherzustellen. Sie wollten damit verhindern, dass die Geschäftspolitik von Meta „dem Markt schweren und irreparablen Schaden zufügt“. Vizepräsidentin der EU-Kommission und Wettbewerbsbeauftragte Teresa Ribera sagte, man könne nicht zulassen, dass dominante Tech-Unternehmen ihre marktbeherrschende Stellung illegal ausnutzen, um sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen.

Verfahren beruht laut Meta auf Missverständnis

Wie genau die EU-Kommission vorgehen würde, um den Konkurrenten von Meta Zugang zu WhatsApp zu gewähren, blieb zunächst unklar. Meta hat aber ohnehin zunächst das Recht, sich zu verteidigen oder Anpassungen zu treffen – und kann das Eingreifen Brüssels also noch abwenden. Zudem ist die laufende Untersuchung in dem Fall noch nicht endgültig abgeschlossen. Bis wann die Ermittlungen beendet sind, bleibt unklar – eine gesetzliche Frist gibt es nicht.

Ein Sprecher von Meta teilte mit, es gebe keinen Grund für die EU einzugreifen. „Es gibt viele KI-Optionen, die über App-Stores, Betriebssysteme, Geräte, Websites und Industriepartnerschaften genutzt werden können“, argumentierte der Sprecher. Die EU-Kommission gehe fälschlicherweise davon aus, dass die Schnittstelle bei WhatsApp ein wichtiger Vertriebskanal für diese Chatbots sei.

 

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Benjamin Lehmann schreibt für das Ressort Netzwelt der WirtschaftsRundschau. Mit seinem Fachwissen in digitalen Technologien und Internetkultur informiert er über aktuelle Trends und Innovationen und bietet den Lesern wertvolle Einblicke in die digitale Welt.
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