Taylor Swift ist bei den MTV Video Music Awards zur meistdekorierten Künstlerin in der Geschichte des Musikpreises aufgestiegen. Die Sängerin erhielt drei Auszeichnungen, darunter den begehrten Preis für das beste Video, und ist mit insgesamt 33 Trophäen nun alleinige Rekordhalterin. Zuvor hatte sie mit Beyoncé mit jeweils 30 Auszeichnungen gleichauf gelegen.
Swift, die in bodenlanger Schwarz-Silber-Robe auf der Bühne schillerte, setzte sich in der Top-Sparte mit ihrem Song „The Fate of Ophelia“ gegen Madonna, Ariana Grande, Bruno Mars, Sabrina Carpenter und Gener8ion mit Rapper Yung Lean durch.
Neuer Sonderpreis für Regie auch an Taylor Swift
Die 36-Jährige erhielt auch den neu eingeführten Sonderpreis für Regiearbeit („Artist Director Honors“). Mit dem neuen Preis werden Künstlerinnen und Künstler gewürdigt, deren Arbeit hinter der Kamera die Möglichkeiten von Musikvideos erweitert und die visuelle Erzählkunst vorangebracht hat. Swift betonte in ihrer Dankesrede, sie habe in den letzten 20 Jahren rund 60 Musikvideos gemacht, von denen sie 18 selbst geschrieben und inszeniert habe. Sie würde es „wirklich lieben“, bei Musikvideos Regie zu führen.
Den Preis für das beste Video des Jahres widmete Swift der kürzlich verstorbenen US-Country-Legende Dolly Parton. „In jedem einzelnen Song, den sie geschrieben hat, war ihre Erzählkunst so lebendig“, sagte Swift über Parton. Zudem sei Parton mit ihrem Ruhm „so anmutig, liebevoll und dankbar umgegangen“.
Swift nutzte die Preisverleihung im Peacock Theater in Los Angeles, um das Video zu ihrer neuen Single „Patient Zero“ erstmals zu präsentieren. Darin spielen die Schauspieler Colin Farrell und Dakota Johnson mit. Der Song handelt von einer toxischen Beziehung.
Madonna als „Künstlerin des Jahres“ ausgezeichnet
Noch häufiger als Taylor Swift kam allerdings Superstar Madonna auf die Bühne. Die 68-Jährige erhielt unter anderem die Auszeichnung für „Künstlerin des Jahres“. Mit insgesamt 13 Nominierungen war sie als Favoritin ins Rennen gegangen und räumte am Ende sieben Preise ab, darunter als Künstlerin des Jahres, für ihre Zusammenarbeit mit Sabrina Carpenter an dem Song „Bring your Love“ und in Sparten wie Kamera, Tanz und Album für ihr Musikvideo „Confessions II – The Film“.
Bei ihrer Dankesrede für den Preis als Künstlerin des Jahres erinnerte Madonna an ihren ersten VMA-Auftritt im Jahr 1984, als einiges mit ihrem Outfit schieflief und ein Teil ihrer Pobacke zu sehen gewesen sei. Ihr Manager hätte damals gesagt, dass ihre Karriere damit wohl vorbei sei, erzählte die Sängerin. Diesmal trug sie zeitweise einen Bodysuit aus Spitze und extrem knappe Shorts.
Show erstmals von Rapper Snoop Dogg moderiert
Preise gingen unter anderem auch an Sienna Spiro (Beste neue Künstlerin), Lisa (Best Pop), BTS (Song des Jahres, K-Pop, Beste Gruppe) und Ariana Grande für „hate that i made you love me“ als Song des Sommers. Die Grunge-Band Nirvana wurde für ihren Einfluss auf die Musikszene ausgezeichnet. Moderiert wurde die auf MTV und CBS übertragene Preisverleihung von dem US-Rapper Snoop Dogg. Die Preise werden seit 1984 verliehen. Fans können online für ihre Favoriten stimmen. Die Trophäen stellen eine Astronautenfigur dar, die eine MTV-Fahne in der Hand hält.

