Hoher Anteil in Engpassberufen
Deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt liegt der Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund auch in weiteren sogenannten Engpassberufen, in denen Fachkräfte knapp sind: bei Fahrern von Bussen und Straßenbahnen (47 Prozent), bei Berufskraftfahrern (41 Prozent), im Hotelservice (40 Prozent) sowie in der Kranken- und Altenpflege (33 Prozent). Auch bei zahnmedizinischen Fachangestellten (32 Prozent) oder in der Bauelektrik (29 Prozent) ist der Anteil signifikant.
Unterrepräsentiert z. B. im Rettungsdienst
Den geringsten Anteil an abhängig Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte in einem Engpassberuf in Deutschland gab es den Daten zufolge 2025 im Rettungsdienst (7 Prozent) oder in der Landwirtschaft (15 Prozent).
Eine Person hat nach Definition des Bundesamts eine Einwanderungsgeschichte, wenn sie selbst oder beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind. Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland befragt wird.
Erwerbstätigenquote gleicht sich an
Die Geschwindigkeit der Integration in den Arbeitsmarkt hängt den Statistikern zufolge von der Herkunftsregion und der Aufenthaltsdauer ab. So waren von den aus der EU zugewanderten Männern, die weniger als fünf Jahre in Deutschland lebten, 89 Prozent erwerbstätig. Bei den Frauen waren es hier 73 Prozent. Bei Eingewanderten aus Afrika waren es 79 Prozent der Männer und 47 Prozent der Frauen.
Bei Eingewanderten aus dem Nahen und Mittleren Osten lag der Anteil bei 57 Prozent der Männer und 28 Prozent der Frauen. Mit zunehmender Aufenthaltsdauer steigen die Erwerbstätigenquoten jedoch. Nach 20 bis 25 Jahren im Land waren etwa 87 Prozent der Männer und 79 Prozent der Frauen aus dem Nahen und Mittleren Osten erwerbstätig. Zum Vergleich: In der Gesamtbevölkerung im Alter von 25 bis 59 Jahren lag die Erwerbstätigenquote bei Männern bei 88 Prozent und bei Frauen bei 81 Prozent.

