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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Würzburger Galeria gerettet: Kündigungen werden zurückgezogen
Wirtschaft

Würzburger Galeria gerettet: Kündigungen werden zurückgezogen

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 7. Juni 2024 14:05
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Gute Nachrichten für die Belegschaft des Würzburger Standorts des Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof: Die bereits ausgesprochenen Kündigungen an die Mitarbeitenden der Filiale sollen zurückgenommen werden, der Standort Würzburg ist gerettet. Das verkündete Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) bei einer kurzfristig angekündigten Pressekonferenz am Freitagmittag in der Filiale. „Gemeinsam mit allen Beteiligten konnten wir eine gute Lösung finden und 84 Arbeitsplätze in der Region sichern“, so Aiwanger.

Inhaltsübersicht
Ende April: Schließung der Würzburger Filiale verkündetKampf um Erhalt des Würzburger Standorts

Damit stehen in Bayern nur noch je ein Haus in Regensburg und Augsburg zur Schließung an. Auch für Augsburg hatte Aiwanger zuletzt noch Hoffnung gehabt. Diese hat sich allerdings zerschlagen. Aiwanger bedauerte die Schließungen, zeigte sich allerdings optimistisch, dass es angesichts des Fachkräftemangels gute Aussichten für die betroffenen Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt gebe.

Ende April: Schließung der Würzburger Filiale verkündet

Die Mitarbeitenden in Würzburg sollen ein Schreiben über die Rücknahme der Kündigung bekommen, dem sie zustimmen können. Der Konzern habe sich mit dem Vermieter des Gebäudes einigen können, hieß es nun. Eigentlich hatte der insolvente Konzern Ende April mitgeteilt, dass insgesamt 16 der noch verbleibenden 92 Filialen geschlossen werden. Auch der Standort Würzburg sei von der Schließung betroffen und könne nicht gerettet werden, so die schlechte Nachricht damals.

Kurze Zeit nach der Bekanntmachung keimte allerdings wieder leise Hoffnung, dass es für die Filiale in Würzburg doch nicht zu spät sein könnte. Denn der Eigentümer der Galeria-Immobilie wechselte. Bisher gehörte das Haus dem insolventen Signa-Konzern, der an den Mietpreisen festhielt und Kaufhof nicht entgegenkommen wollte. Die hohen Mietpreise führten schließlich zum Aus der Würzburger Filiale.

Kampf um Erhalt des Würzburger Standorts

In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Gespräche zwischen dem neuen Eigentümer der Immobilie und dem Konzern gegeben. Hauptthema war vor allem die zu hohe Miete für das Filialgebäude. Gewerkschaft, Beschäftigte und die Stadt Würzburg kämpften seit Bekanntgabe der Schließung um den Erhalt der Würzburger Filiale. Erst Anfang Mai hatte es eine Kundgebung mit rund 80 Menschen gegeben, die auf Fahnen, Transparenten und Zetteln forderten: „Unser Kaufhof Würzburg muss bleiben“ oder „Ja zum Kaufhof in Würzburg“. Vor Ort wurden Unterschriften zum Erhalt gesammelt. Auch Politiker, wie Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU), bekundeten ihre Solidarität und betonten die Bedeutung der Filiale für die Stadt und die Region. Schuchardt bezeichnete das Warenhaus als „systemrelevant“ und als „Einzelhandels-Anker“ für die Würzburger Innenstadt.

In Unterfranken gab es insgesamt drei Standorte des Konzerns Galeria Karstadt Kaufhof in Würzburg, Aschaffenburg und Schweinfurt. Die Filiale in Schweinfurt musste bereits Mitte Januar 2024 schließen.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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