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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Klimakrise: Temperaturen bleiben in nächsten fünf Jahren zu hoch
Wissen

Klimakrise: Temperaturen bleiben in nächsten fünf Jahren zu hoch

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 28. Mai 2025 09:49
Von Michael Farber
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3 min. Lesezeit
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Der Bericht der Weltwetterorganisation (WMO) in Genf ist alarmierend: In den kommenden fünf Jahren ist laut einer UN-Prognose voraussichtlich ein neuer globaler Temperaturrekord zu erwarten. Auch das Überschreiten der Erderwärmung um 1,5 Grad werde immer wahrscheinlicher, so die WMO.

Inhaltsübersicht
Was droht, sollte es dauerhaft zu warm sein?Mehr Regen in Nordeuropa und Südasien

Derzeit gilt 2024 als das Jahr mit der höchsten je gemessenen Durchschnittstemperatur. In ihrer Prognose für den Zeitraum 2025 bis 2029 erwartet die Organisation, dass dieser Rekord mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit zumindest einmal gebrochen werde.

Die Erderwärmung werde im Fünfjahres-Durchschnitt bis 2029 wahrscheinlich über der Marke von 1,5 Grad liegen, heißt es in der Prognose. Sie wurde unter der Führung des britischen Met Office aus Klimamodellen von 15 Institutionen erstellt. Auch der Deutsche Wetterdienst war demnach daran beteiligt.

Was droht, sollte es dauerhaft zu warm sein?

Auf dem Pariser UN-Klimagipfel wurde 2015 beschlossen, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Dieses Ziel gilt als kaum noch erreichbar. Die WMO geht davon aus, dass diese Grenze bereits im Jahr 2024 gerissen worden sei. Das Ziel gilt aber erst als offiziell verfehlt, wenn der Wert über Jahrzehnte hinweg überschritten wird. 

Doch bereits jeder Zehntelgrad an Erwärmung trage zu Hitzewellen, extremem Regen, Dürre, Eisschmelze, wärmeren Ozeanen und steigenden Meeresspiegeln bei, warnte die Organisation. „Leider enthält dieser WMO-Bericht kein Anzeichen für eine Entspannung in den kommenden Jahren“, sagte WMO-Vizechefin Ko Barrett über den Klimawandel. „Das bedeutet, dass unsere Volkswirtschaften, unser Alltag, unsere Ökosysteme und unser Planet zunehmend negativ beeinflusst werden“, sagte sie. 

Mehr Regen in Nordeuropa und Südasien

Nach Angaben der WMO sind in den nächsten Jahren überdurchschnittliche saisonale Niederschläge in mehreren Regionen zu erwarten, darunter Nordeuropa und Südasien. Im Amazonas wird es hingegen wohl trockener. Die Arktis-Region um den Nordpol wird sich laut der Prognose in den Wintermonaten mehr als dreimal schneller erwärmen als der Rest der Welt.

Um die Erderwärmung auf Dauer unter 1,5 Grad zu halten, müsste der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase schnell und stark sinken – um mindestens 43 Prozent bis 2030. Zusätzlich müssten große Mengen Treibhausgase der Atmosphäre wieder entzogen werden.

Mit Material von dpa und AFP

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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