„Die Grüffelo-Oma kommt endlich mal her!“ Mit dieser guten Nachricht beginnt die Geschichte. Das Problem: Nach der langen Reise hat Oma sicher großen Hunger, also machen sich Grüffelo-Papa und Grüffelo-Tochter auf in den Wald, um etwas Essbares zu finden. Dort begegnen sie all den Tieren, die große und kleine Grüffelo-Fans seit Jahren kennen: dem Fuchs, der Eule und der Schlange. Und natürlich der Maus, die in der Suppe für die Oma landen soll.
Wer einmal in der Grüffelo-Welt unterwegs war, wird begeistert sein über das Wiedersehen. Wer neu ist in diesem Kosmos, der findet sich aber auch gleich zurecht.
Ein unwahrscheinlicher Erfolg
Der Autorin Julia Donaldson und dem Illustrator Axel Scheffler gelang vor gut 25 Jahren etwas, das nur wenige schaffen: Ihre vergnügliche Geschichte von der mutigen kleinen Maus und dem scheußlichen Ungeheuer mit den „schrecklichen Zähnen, um Tiere zu kauen“ begeistert Kinder bis heute.
Wie auch ihre Eltern, denn der Text ist so lustig und die Reime von Monika Osberghaus so gut übersetzt, dass das Vorlesen auch beim dreißigsten Mal eine Freude ist. Axel Scheffler ist heute noch erstaunt über den Erfolg der Geschichte: „Das fühlt sich sehr komisch an, wenn man drüber nachdenkt. Es macht ein bisschen schwindelig, sich vorzustellen, wie viele Kinder jetzt abends die neue Geschichte lesen zum Beispiel. Andererseits muss ich nicht immer daran denken, sondern arbeite an neuen Projekten.“
Suppe mit Maus und Möhren für die Grüffelo-Oma
Die deutschen Ausgaben von „Der Grüffelo“ und „Das Grüffelokind“ haben sich nach Angaben des Verlags mehr als vier Millionen Mal verkauft.
Vermutlich wird auch der dritte Band ein großer Erfolg. In dem kommt die Maus wieder in eine verzwickte Lage, in einen Käfig in der Grüffelo-Höhle. Sie ist als Fleisch-Einlage für die Suppe gedacht. Der Plan behagt ihr natürlich nicht. Und so erzählt sie den Grüffelos am Abend eine spannende Geschichte – bis zum Cliffhanger und nicht weiter. Die Fortsetzung gibt es erst am nächsten Tag. Das erinnert an Scheherazade aus 1001 Nacht – funktioniert aber auch im Wald von Axel Scheffler und Julia Donaldson hervorragend.
„Vorlesen, Oma Grüffelo!“, fordert am Ende das Grüffelo-Kind. Viele Eltern werden diesen Wunsch vermutlich hören in nächster Zeit – zurecht, denn auch der dritte Grüffelo-Band hat das Zeug zum Klassiker.

