Marty Mauser erinnert ein wenig an einen Fitness-Influencer beziehungsweise Business-Coach. Gut, er lebt in New York in den 1950er-Jahren. Aber auch Marty Mauser, gespielt von Timothée Chalamet, verbindet Sport und Mindset. Das beginnt schon beim Namen: „Marty Supreme“ nennt er sich, Marty, der Überlegene. Sein Traum: Reich werden als Posterboy einer in den USA bislang noch unpopulären Sportart: Tischtennis. Dafür ist ihm jedes Mittel recht.
„Marty Supreme“: Ein Film wie eine Achterbahnfahrt
Die Kritiken überschlagen sich: „Timothée Chalamet in Bestform“, schreibt der SWR, „turbulentes Chaos mit Tiefe“ der Musikexpress. Noch öfter ist zu lesen, „Marty Supreme“ sei der „beste Film des Jahres“. Folgerichtig ist das Drama für neun Oscars nominiert. Und Chalamet scheint der Topfavorit auf den Titel „bester Hauptdarsteller“.
Ein Film aus der Feder des Studios A24
Besonders an diesem Film sind aber nicht nur seine rasante Handlung, das großartige Schauspiel sowie die hervorragende technische Umsetzung von Kamera und Schnitt. „Marty Supreme“ glänzt vor allem mit seiner Meta-Ebene, ein Markenzeichen der Produktionsfirma A24 [tagesschau.de]. Das Studio hat sich in den letzten Jahren vor allem einen Namen mit politisch anspruchsvollen Filmen gemacht. Wenn „A24“ draufsteht, so das Versprechen, steckt Meta-Ebene drin. Einige Beispiele: „The Materialists“: Eine romantische Komödie gemixt mit Kapitalismuskritik. „Heretic“: Ein Horrorfilm, der gleichzeitig eine theologische Abhandlung ist. „Warfare“: Ein Kriegsfilm, so hyperreal, wie es ihn noch nie gegeben hat.
Revolutioniert A24 den politischen Blockbuster?
Die Strategie geht auf: 3,5 Milliarden Dollar soll das Studio mittlerweile schwer sein: Denn A24-Filme kosten wenig, aber ziehen viele Besucher. Jetzt folgt der nächste Schritt. A24-Filme binden die Leinwandstars der Gegenwart an das Studio: Gen-Z-Darling Pedro Pascal war 2025 gleich in zwei A24-Produktionen zu sehen („Eddington“, „The Materialists“). Und nun folgt mit Timothée Chalamet der nächste Megastar.

