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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Wundersammler“ sammelt Geschichten aus Weißenburg
Kultur

„Wundersammler“ sammelt Geschichten aus Weißenburg

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 18. Juni 2024 08:32
Von Uta Schröder
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4 min. Lesezeit
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Es ist ein außergewöhnliches Ding aus Metall, sieht aus wie ein Kännchen mit einer Düse vorne und wurde mit Petroleum heiß gemacht. Mit dieser Lötlampe wurde in den 1940er-Jahren der Motor eines schweren Landtraktors vorgeglüht, erzählt Künstler Marc Haselbach. Die Lötlampe ist bereits über mehrere Generationen weitergegeben worden. Sie ist einer von fünf Gegenständen, die der Künstler in der ersten Woche in Weißenburg eingesammelt hat. Etwa 50 solcher Wunder will Marc Haselbach bis Mitte Juli beisammen haben.

Inhaltsübersicht
„Wunderkammer“ im alten gotischen RathausTropfsteine aus der Wülzburg und ein Musikstück von 1550Gussformen von KlavierfüßenAktion des Museums für Franken„Wundertag“ am 14. Juli

Zu Artikel: „Wundersammler“ auf der Suche nach Exponaten in Ochsenfurt

„Wunderkammer“ im alten gotischen Rathaus

Montags bis Freitags sitzt Marc Haselbach vor der eigens eingerichteten „Wunderkammer“, einem kleinen Ladenlokal mit Gewölbe auf der Nordseite des gotischen Rathauses. Vor dem Laden hat er einen Tisch mit allerlei Dingen aufgebaut: mit einer Schaufensterpuppe mit rotem Büstenhalter, einer Glühbirne, die mit Luftballons gefüllt ist oder einem bunt bemalten Einhorn. Es geht ihm um die Geschichten, die diese Gegenstände erzählen. „Ich frage den Zeugen des Wunders, warum es für ihn ein Wunder ist“, sagt Haselbach.

Tropfsteine aus der Wülzburg und ein Musikstück von 1550

Ein Musikstück aus dem Jahr 1550 bringt der Leiter der Weißenburger Musikschule Justus Willberg vorbei. Im Archiv der Stadt seien diese alten Noten entdeckt worden. Er habe das Blatt als Werk eines Schülers der damals berühmten Nürnberger Lautenschule Neusiedler identifiziert – und in die heutige Notenschrift übertragen. „Eine Musik aus dem Ort zu finden, die genau hier erklungen ist, macht mich schon sehr glücklich. Es sagt viel aus über die Befindlichkeit und das Gefühl der damaligen Menschen“, sagt Willberg.

Ein weiteres Alltagswunder sind zwei faustgroße Tropfsteine aus Kellern der Wülzburg, die ebenfalls seit vielen hundert Jahren oberhalb der Stadt thront. „Es hat mehrere hundert Jahre gedauert, bis diese Steinskulpturen so entstanden sind. Das ist ein Wunder“, meint Marc Haselbach.

Gussformen von Klavierfüßen

Auf dem Fahrrad kommt ein etwa 60-jähriger Mann vorbei, gezielt steuert er den Künstler an. Er sei im Besitz der letzten Gussformen einer Traditionsfirma, sagt Klaus Pavrotny, bei der sein Vater gearbeitet habe. Die Eltern seien aus Oberschlesien nach dem Zweiten Weltkrieg nach Weißenburg gezogen. Mit den Gussformen seien Klavierfüße gefertigt worden. In Form von „Kutschen oder kleinen Zwerglein“, erzählt Pavrotny. Marc Haselbach ist begeistert: „Genau so etwas suchen wir“, sagt er. „Es ist halt nicht renoviert, sondern genau so, wie es aus dem Brand herausgekommen ist“, erklärt Pavrotny. „Perfekt“, sagt Haselbach. Und ist sich sicher, dass der Mann schon am nächsten Tag mit seinem Dachbodenfund vorbei kommen wird.

Aktion des Museums für Franken

Das „Museum für Franken“ in Würzburg hat Marc Haselbach nach Weißenburg geschickt. Der innere Bereich der Festung Marienberg wird noch mehrere Jahre lang umgebaut und das Museum für Franken dann neu eingerichtet. Als Alternativprogramm hat die Einrichtung Marc Haselbach deshalb als eine Art wandelndes Museum engagiert. In Kronach und Ochsenfurt war er bereits im vergangenen Jahr beim Wundersammeln. „Überall in Franken sammeln wir diese Geschichten ein“, sagt Haselbach. Historisches Vorbild seien Wunderkammern von Adeligen und Fürsten, die skurrile Dinge zusammengetragen hätten.

„Wundertag“ am 14. Juli

Am sogenannten „Wundertag“ am 14. Juli sollen sich in Weißenburg alle Wundergeber gegenseitig ihre Geschichten erzählen. Marc Haselbach will dazu vor dem alten Rathaus einen großen Sitzkreis aufbauen, das Publikum soll dahinter zuhören können. „In einer Stadt von dieser Größe kennen sich die Menschen meistens. Manche Geschichten kennt man schon voneinander, andere wieder überhaupt nicht. Das ist das Spannende“, sagt Haselbach. Die Gegenstände werden nach der Aktion wieder zurück in den Besitz der Familien gehen. „Die Geschichten aber sind raus. Und bleiben.“

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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