2025 hat Adidas einen Rekordumsatz verbucht. Der Gewinn stieg sogar noch stärker, nämlich um mehr als die Hälfte gegenüber dem Vorjahr. Der Vertrag des Vorstandschefs Bjørn Gulden wurde vorzeitig verlängert. Von der anstehenden Fußball-WM in Nordamerika erhofft sich der Herzogenauracher Sportartikelhersteller gute Geschäfte.
Gulden bleibt bis 2030 bei Adidas
Der Ex-Fußballer Bjørn Gulden hat die Marke mit den drei Streifen vor drei Jahren aus der Krise geholt. Jetzt wird sein Vertrag verlängert. Der Norweger soll bis 2030 Vorstandsvorsitzender des weltweit zweitgrößten Sportartikelherstellers Adidas bleiben.
Der 60-Jährige hatte Adidas 2023 von Kasper Rorsted übernommen und den damals in schwieriges Fahrwasser geratenen Konzern wieder zu Wachstum und neuer Profitabilität geführt. Vorher war Gulden zehn Jahre lang Vorstandschef des Sportartikelunternehmens Puma. Im Gegensatz zum Herzogenauracher Konkurrenten laufen die Geschäfte bei Adidas sehr gut und in ruhigen Bahnen.
Yeezy-Debakel überwunden
In allen Märkten konnte Adidas im vergangenen Jahr ein zweistelliges Wachstum verzeichnen. Die hohen Verluste im Zusammenhang mit der Marke ‚Yeezy‘ des Skandalrappers Kanye West hat der Konzern bereits 2024 überwunden und blickt nun optimistisch in die Zukunft.
Nachdem sich der Rapper antisemitisch geäußert hatte, beendete Adidas die Kooperation. In der Folge musste der Konzern einen dreistelligen Millionenbetrag abschreiben, was das Jahresergebnis 2024 enorm belastete.
Fußball-WM soll Umsatz nochmal steigern
Von der anstehenden Fußball-WM in Nordamerika erhofft sich Adidas gute Geschäfte. Im Weltmeisterschaftsjahr 2026 erwartet Adidas noch einmal zwei Milliarden Euro mehr Umsatz. Im vierten Quartal des abgelaufenen Jahres begann bereits der Verkauf einiger Trikots. Allerdings ist eine Fußball-WM auch aufwendig für die Sportartikelhersteller. Das geht aus den Marketingausgaben hervor. Die sind im letzten Quartal 2025 nicht zuletzt in Vorbereitung auf die WM um neun Prozent gestiegen.
Angesichts der nun verkündeten Rekordzahlen für 2025 soll die Dividende um 40 Prozent auf 2,80 Euro je Aktie erhöht werden. Außerdem kündigte Adidas ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu einer Milliarde Euro im laufenden Jahr an. Das soll dem Aktienkurs Auftrieb verleihen.

