Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kommt am Freitag in München auf der Internationalen Handwerksmesse mit den Vertretern der Spitzenverbände zusammen – der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, dem Bundesverband der Deutschen Industrie, der Deutschen Industrie- und Handelskammer und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks.
BR24live berichtet ab 13.30 Uhr: Nach dem Spitzengespräch äußert sich Bundeskanzler Merz zum Austausch mit den Wirtschaftsverbänden. Außerdem ordnet BR-Wirtschaftsreporter Tobias Brunner die Forderungen der Branche und ihre Bedeutung für den Arbeitsmarkt ein.
Sorgen beim Handwerk: fehlende Fachkräfte, Bürokratie, Energiepreise
Wichtiges Thema des Spritzengesprächs sind anhaltende wirtschaftliche Sorgen in der Branche: Trotz schwacher Konjunktur fehlen dem Handwerk nach Schätzungen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks rund 200.000 Fachkräfte. Gleichzeitig erwarten die Betriebe für dieses Jahr nur ein geringes Umsatzwachstum von etwa einem Prozent.
Verbandspräsident Jörg Dittrich fordert von der Regierung unter anderem Entlastungen bei Bürokratie, Energiepreisen, Steuern und Sozialabgaben. Viele Unternehmen hätten nach dem Regierungswechsel auf schnelle Reformen gehofft. Auch Nachwuchsmangel bleibt ein großes Thema. Denn im vergangenen Jahr blieb bundesweit etwa jede neunte Lehrstelle im Handwerk unbesetzt.

