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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > DAX-Rekord trotz Wirtschaftsflaute: Das sind die Gründe
Wirtschaft

DAX-Rekord trotz Wirtschaftsflaute: Das sind die Gründe

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 20. September 2024 11:49
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Der Jubel an den Aktienmärkten ist groß: Der DAX hat die Marke von 19.000 Punkten geknackt. Dabei senken immer mehr Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Konjunkturprognosen. Selbst eine erneute Rezession schließen sie nicht aus. Warum also steigen die Aktienkurse?

Inhaltsübersicht
DAX-Rekord: Deutsche Wirtschaft hat nur wenig BedeutungSteigende Aktienkurse: Zwar sinken Unternehmensgewinne, aber auch Leitzinsen

Die 40 im Deutschen Aktienindex notierten Unternehmen werden zwar oft als die wichtigsten Repräsentanten für die Wirtschaft hierzulande betrachtet. Allerdings ist der heimische Markt für die großen Konzerne in den meisten Fällen gar nicht so entscheidend. So betonte auch Emanuel Mönch, Professor für Geldpolitik und Finanzmärkte an der Frankfurter School of Finance & Management, unlängst: „Der DAX ist kein reines Abbild der deutschen Realwirtschaft“.

DAX-Rekord: Deutsche Wirtschaft hat nur wenig Bedeutung

Den weit größten Teil ihres Geschäfts machen die DAX-Unternehmen im Ausland. Schätzungen zufolge beläuft sich der Umsatz, den sie noch in Deutschland machen, auf insgesamt nur rund 20 Prozent. Von daher ist für die Firmen weit entscheidender, wie es in anderen Staaten läuft. Und da sieht es meist besser aus.

Für Deutschland geht der Internationale Währungsfonds (IWF) in diesem Jahr nur von einem Mini-Plus beim Bruttoinlandprodukt von 0,2 Prozent aus. In der gesamten Eurozone soll es demnach um 0,9 Prozent nach oben gehen. Für die USA erwartet der IWF ein Wachstum von 2,6 Prozent, in China und Indien sogar 5,0 bzw. 7,0 Prozent.

Steigende Aktienkurse: Zwar sinken Unternehmensgewinne, aber auch Leitzinsen

Allerdings läuft es für die DAX-Konzerne bei weitem nicht so gut, wie sie noch Anfang des Jahres gedacht hatten. Im ersten Halbjahr mussten viele Unternehmen sinkende Gewinne vermelden. Und gerade jetzt melden immer mehr Firmen, dass die Geschäfte im Gesamtjahr deutlich schlechter laufen. BMW, Mercedes und Infineon etwa haben ihre Gewinnprognosen zuletzt gesenkt.

Die Aktienkurse werden aber angetrieben von der Hoffnung, dass es in absehbarer Zeit besser wird. Einen großen Anteil daran hat auch die Geldpolitik. Wichtige Notenbanken haben die Zinswende eingeleitet, also die Leitzinsen gesenkt. Nach der Europäischen Zentralbank hat in dieser Woche nun auch die US-Notenbank Fed die Zinsschraube erstmals seit Jahren wieder nach unten gedreht. Sinkende Zinsen bedeuten, dass Unternehmen günstiger an Kredite kommen. Das könnte die Investitionen ankurbeln.

Gleichzeitig machen sinkende Zinsen und die Aussicht, dass sie noch weiter nach unten gehen, Anlagen in Zinspapiere relativ uninteressant. Deshalb stecken Anleger ihr Geld lieber in Aktien, bei denen sie mitunter sogar mit Dividenden rechnen können, die über dem liegen, was Anleihen jährlich abwerfen.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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