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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Spritpreise: So viel kosten Diesel und Benzin im Ausland
Wirtschaft

Spritpreise: So viel kosten Diesel und Benzin im Ausland

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 9. April 2026 08:51
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Zur besseren Vergleichbarkeit innerhalb Europas werden im folgenden Text nur die Diesel-Preise betrachtet. Die Preise für Benzin finden Sie in einer Grafik unten im Artikel.

Inhaltsübersicht
Tschechien nimmt Ölkonzerne in die PflichtPolen legt Höchstpreis für Kraftstoffe festItalien senkt SteuernÖsterreich erhöht Preise nur dreimal die WocheLuxemburg bereits vor Iran-Krieg günstigerHohe Spritpreise in den Niederlanden und DänemarkWelche Maßnahmen in Deutschland diskutiert werden

Tschechien nimmt Ölkonzerne in die Pflicht

In Tschechien dürfen Ölkonzerne seit dem 8. April die Preise nur noch bis zu einer bestimmten Grenze anheben. Die Regierung hat die Gewinnmargen begrenzt. Bereits zuvor ist in Tschechien die Verbrauchssteuer für Diesel gesenkt worden. Der mittlere Preis am Stichtag für Diesel lag deshalb bei vergleichsweise niedrigen 1,98 Euro.

Polen legt Höchstpreis für Kraftstoffe fest

Ähnlich geht Polen vor: Hier ist die Mehrwertsteuer für Kraftstoffe von 23 Prozent auf acht Prozent gesunken und es gibt täglich einen Höchstpreis für Diesel und Benzin. Das Ergebnis: Polinnen und Polen tankten am vergangenen Montag Diesel für durchschnittlich günstige 1,80 Euro.

Auch in Belgien gelten staatlich festgelegte Maximalpreise – mit mäßigem Preiserfolg: Diesel kostete dort am Stichtag im Schnitt 2,30 Euro.

Italien senkt Steuern

Zwar kein Nachbarland, aber für bayerische Urlauber wichtig: Italien hat tief in die Tasche gegriffen. Knapp eine Milliarde Euro hat die Regierung zur Verfügung gestellt, um die Verbrauchsteuer auf Kraftstoffe zu senken. Das soll die Kraftstoffpreise um 25 Cent pro Liter dämpfen. Der Liter Benzin hat am vergangenen Montag im Mittel knapp zwei Euro gekostet.

Österreich erhöht Preise nur dreimal die Woche

Seit Tagen sind vor allem an der bayerisch-österreichischen Grenze die Schlangen an den Tankstellen lang. Das österreichische Modell diente schon als Vorbild für die 12-Uhr-Regelung, die seit 1. April in Deutschland gilt. Drei Mal die Woche dürfen Mineralölkonzerne die Preise anheben. Nur scheint diese Regel in Österreich zu greifen: Die Preise sind mit durchschnittlich 2,23 Euro für den Liter Diesel im Nachbarland hoch, aber für Grenzpendler durchaus eine Ersparnis.

Luxemburg bereits vor Iran-Krieg günstiger

Auch in Luxemburg tankt es sich billiger – das war schon vor Beginn des Iran-Krieges so. Das Wirtschaftsministerium legt dort Höchstpreise für Benzin, Diesel und Heizöl fest. Außerdem sind die Energie- und Mehrwertsteuer niedriger als in Deutschland. Autofahrerinnen und Autofahrer zahlten in Luxemburg am Stichtag im Schnitt 2,19 Euro pro Liter Diesel.

Hohe Spritpreise in den Niederlanden und Dänemark

Aktueller Spitzenreiter im EU-weiten Vergleich der Spritpreise sind die Niederlande: Hier zahlten Autofahrer 2,58 Euro pro Liter Diesel. In Dänemark ist Diesel auf über 2,50 Euro gestiegen.

Welche Maßnahmen in Deutschland diskutiert werden

Auch in Deutschland werden Forderungen nach weiteren Maßnahmen laut – allen voran: Steuersenkungen. In der Energiekrise 2022 senkte die Ampel-Regierung für drei Monate die Energie-Steuer auf Kraftstoffe. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe oder – dafür spricht sich der Co-Chef der Spritpreis-Taskforce Sepp Müller (CDU) aus – die Kfz-Steuer zu senken.

Die SPD macht sich dafür stark, Mineralölkonzerne in die Pflicht zu nehmen, und fordert eine Übergewinnsteuer. Ein Vorschlag der Linken ist, einen Preisdeckel für Sprit einzuführen. Statt an den Spritpreisen könnte jedoch auch an anderer Stelle geschraubt werden: ob Neun-Euro-Ticket, Stromsteuer oder Pendlerpauschale. Damit könnten die Verbraucher entlastet werden.

Konkrete Vorschläge der Bundesregierung könnten schon am Freitag zu erwarten sein: Die Taskforce hatte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) aufgefordert, verschiedene Maßnahmen zur Entlastung zu überprüfen.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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