WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Iran-Krieg: Hohe Gaspreise treffen auf leere Gasspeicher
    4. März 2026
    Adidas meldet Rekordumsatz und verlängert mit Gulden
    4. März 2026
    Wie sinnvoll ist eine private Unfallversicherung?
    4. März 2026
    „Pfandtourismus“ nach Österreich: Was ist daraus geworden?
    4. März 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Paramount kauft Warner: Was heißt das für Film- und Serien-Fans?
    3. März 2026
    Wird der Iran-Konflikt zum Cyber-Krieg?
    3. März 2026
    Warum viele Deutsche keine Lust auf Glasfaser haben
    2. März 2026
    Warum sind unsere Smart Homes so dumm?
    26. Februar 2026
    KI-Waffen: Trump-Regierung greift nach Anthropic
    26. Februar 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Adipositas: Warum Übergewicht im Kopf beginnt
    4. März 2026
    Heidelbeeren vs. Blaubeeren: Das steckt wirklich im Superfood
    4. März 2026
    Kläranlagen könnten Strom und wertvolle Nährstoffe erzeugen
    3. März 2026
    Erinnerungspolitischer Turn: Kein Gulag-Museum mehr in Moskau
    3. März 2026
    Adaptive Neurostimulation: Parkinson individuell behandeln
    3. März 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Revolte und Selbstkritik: Peter Schneider gestorben
    4. März 2026
    Berlinale-Chefin Tuttle will weitermachen
    3. März 2026
    Rembrandt und Co. – Der Traum vom wiederentdeckten Meisterwerk
    3. März 2026
    Echte Menschen statt Algorithmen: Der neue Boom von Reddit
    3. März 2026
    Inspiriert von allen Kulturen: Das neue Soloalbum von Bruno Mars
    3. März 2026
  • Lesezeichen
Gerade: EU-Kommission lässt Wirkstoff Lecanemab gegen Alzheimer zu
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > EU-Kommission lässt Wirkstoff Lecanemab gegen Alzheimer zu
Wissen

EU-Kommission lässt Wirkstoff Lecanemab gegen Alzheimer zu

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 16. April 2025 12:48
Von Michael Farber
Teilen
5 min. Lesezeit
Teilen

 

Die Europäische Kommission hat erstmals eine Alzheimer-Therapie zugelassen, die auf die zugrundeliegenden Krankheitsprozesse abzielt: Lecanemab richtet sich gegen Amyloid-Ablagerungen im Gehirn. Der Antikörper sei für eine Behandlung im frühen Stadium gedacht und das erste Medikament dieser Art, das in der EU zugelassen werde, teilte die Kommission am 15. April mit.

Inhaltsübersicht
Zulassung bereits im November empfohlenWirkstoff Lecanemab soll Alzheimer verlangsamenWann und wie kann Lecanemab eingesetzt werden?Wer kann mit Lecanemab behandelt werden?Lecanemab ist nicht für alle Alzheimer-Patienten geeignetWie wirkt Lecanemab im Vergleich zu bisherig verfügbaren Alzheimer-Medikamenten?Zahlt Lecanemab die Krankenkasse?

Zulassung bereits im November empfohlen

Bereits im November 2024 hatte die europäische Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung des Antikörpers Lecanemab empfohlen. Die Zulassung unterliegt laut EU-Kommission strengen Auflagen. Man sei zu dem Schluss gekommen, dass der Nutzen des Arzneimittels bei einer bestimmten Gruppe von Patienten und unter bestimmten Voraussetzungen die Risiken überwiege. Um Heilung oder Verbesserung geht es bei diesem Wirkstoff allerdings nicht – ein solches Mittel ist auch weiterhin nicht in Sicht.

Wirkstoff Lecanemab soll Alzheimer verlangsamen

Das Medikament mit dem Wirkstoff Lecanemab soll Alzheimer etwas verlangsamen. Bisherige Alzheimer-Therapien behandeln nur Symptome der Krankheit, nicht die ursächlichen Prozesse im Gehirn. Hauptmaßstab für die Wirksamkeit der Therapie war die Veränderung der kognitiven und funktionellen Symptome nach 18 Monaten. Sie wurde anhand einer Demenzbewertungsskala gemessen, die von 0 bis 18 reicht. Mit Lecanemab behandelte Patienten wiesen im Mittel einen etwas geringeren Anstieg des Wertes auf: 1,22 statt 1,75.

Wann und wie kann Lecanemab eingesetzt werden?

Experten zufolge wird es noch Monate dauern, bis das Mittel Lecanemab eingesetzt werden kann – unter anderem, weil der Hersteller verpflichtet wurde, ausführliche Handreichungen und Schulungen für Ärzte auszuarbeiten und ein Beobachtungsregister anzulegen. Das Medikament wird alle zwei Wochen intravenös als Infusion gegeben. Ob eine Behandlung infrage kommt, muss individuell gemeinsam mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin entschieden werden. Um mögliche Nebenwirkungen wie Hirnschwellungen oder Hirnblutungen frühzeitig zu erkennen, sind regelmäßige MRT-Untersuchungen vorgesehen.

Wer kann mit Lecanemab behandelt werden?

Das Medikament wirkt nur bei „Menschen mit einer Alzheimerkrankheit in einem sehr frühen symptomatischen Stadium. Also Menschen, die ein wenig vergesslich sind, vielleicht auch Orientierungsstörungen haben, aber noch weitgehend ihren Alltag selbst bewältigen können“, erklärte Timo Grimmer, Leiter des Zentrums für kognitive Störungen am Klinikum rechts der Isar in München. Und auch bei Menschen mit leichtgradiger Demenz sei der Wirkstoff eine Hoffnung. Ist die Krankheit schon fortgeschritten, kann Lecanemab nichts mehr ausrichten: Wenn die Amyloid-Plaques schon irreversible Schäden im Gehirn angerichtet haben, nützt ihre Entfernung nichts mehr.

Lecanemab ist nicht für alle Alzheimer-Patienten geeignet

Darüber hinaus hat die EMA eingeschränkt: Das Mittel soll nur für Alzheimer-Patienten verwendet werden, die nur eine oder keine Kopie von Apoε4, einer bestimmten Form des Gens für das Protein Apolipoprotein E, haben. Bei Menschen mit zwei Apoε4-Kopien zeigte sich ein hohes Risiko für bestimmte schwerwiegende Nebenwirkungen wie etwa Schwellungen und Blutungen im Gehirn. Menschen mit nur einer oder keiner Apoε4-Kopie machten in Deutschland etwa 80 Prozent der Alzheimer-Patienten aus, erklärte Gabor Petzold, Direktor der Klinischen Forschung am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Hinzu kommen weitere Einschränkungen. Experten zufolge kommt nur ein kleiner Bruchteil der Alzheimer-Erkrankten für die neue Therapie infrage.

Wie wirkt Lecanemab im Vergleich zu bisherig verfügbaren Alzheimer-Medikamenten?

Lecanemab reduziert Ablagerungen des Proteins Amyloid-beta, das mit der Zerstörung von Nervenzellen in Verbindung gebracht wird. Die Clarity-AD-Studie [externer Link] zeigte, dass Lecanemab den kognitiven Abbau um etwa 30 Prozent verlangsamte, was einem Krankheitsaufschub von knapp sechs Monaten entspricht.

„Klar ist, dass Lecanemab kein Wundermittel ist“, betont Peter Berlit von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie in Berlin. Es heile Alzheimer nicht, biete aber ein lebenswertes halbes Jahr mehr im frühen Krankheitsstadium. Einige Experten verweisen auf die nur unmerkliche Verlangsamung der Demenz und gravierende Nebenwirkungen, bis hin zum Tod. Bei Frauen sei der beobachtete klinische Effekt noch einmal deutlich geringer als bei Männern, ihr Risiko für Nebenwirkungen hingegen höher.

Zahlt Lecanemab die Krankenkasse?

Sobald der Hersteller den deutschen Markt betritt und das Medikament gemäß der Zulassungskriterien verordnet wird, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten. In den USA belaufen sich die Medikamentenkosten laut Johannes Levin vom DZNE umgerechnet auf rund 23.000 Euro jährlich – pro Patient.

 

Dir gefällt vielleicht

Adipositas: Warum Übergewicht im Kopf beginnt

Heidelbeeren vs. Blaubeeren: Das steckt wirklich im Superfood

Kläranlagen könnten Strom und wertvolle Nährstoffe erzeugen

Erinnerungspolitischer Turn: Kein Gulag-Museum mehr in Moskau

Adaptive Neurostimulation: Parkinson individuell behandeln

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
Vorheriger Artikel Starker Anstieg von Hantavirus-Erkrankungen in Bayern
Nächster Artikel KI als Komplize: Cybercrime auf dem Vormarsch
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Iran-Krieg: Hohe Gaspreise treffen auf leere Gasspeicher
Wirtschaft 4. März 2026
Revolte und Selbstkritik: Peter Schneider gestorben
Kultur 4. März 2026
Adidas meldet Rekordumsatz und verlängert mit Gulden
Wirtschaft 4. März 2026
Adipositas: Warum Übergewicht im Kopf beginnt
Wissen 4. März 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?