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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Fuchsbandwurm-Infektionen: Häufiger als gedacht, oft unentdeckt
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Fuchsbandwurm-Infektionen: Häufiger als gedacht, oft unentdeckt

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 24. Juli 2025 10:49
Von Michael Farber
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5 min. Lesezeit
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Der Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) ist ein Parasit, der im Darm von Wildtieren wie Füchsen lebt. Mit dem Kot der Tiere gelangen winzige Wurmeier in die Umwelt. Der Mensch kann sich infizieren, wenn er diese Eier unbeabsichtigt aufnimmt. Im Darm schlüpfen die Larven, die sich über die Blutbahn meist in der Leber ansiedeln. Dort bilden sie wucherndes Gewebe, ähnlich einem Tumor. Nur selten werden auch andere Organe wie Gehirn oder Lunge befallen.

Inhaltsübersicht
Wie lange dauert es, bis eine Infektion Symptome zeigt?Ist eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm tödlich?Neue Studie: Infektionen nehmen zu und bleiben oft unentdecktAuch Bayern ist betroffenWer ist besonders gefährdet?Warum nicht alle infizierten Menschen erkrankenWie steckt man sich mit dem Fuchsbandwurm an?Wie kann man sich vor dem Fuchsbandwurm schützen?

Wie lange dauert es, bis eine Infektion Symptome zeigt?

Die Larven entwickeln sich im Menschen nicht vollständig, sondern bilden ständig neues Gewebe. Es wächst nur etwa einen Zentimeter pro Jahr. Durch das extrem langsame Wachstum und die hohe Belastbarkeit der Leber bleibt der Parasit oft bis zu fünf bis zehn Jahre unbemerkt. Symptome wie Druckgefühl oder Schmerzen im rechten Oberbauch treten meist erst auf, wenn das Organ stark durchwuchert ist.

Ist eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm tödlich?

Früher führte eine Infektion mit dem Fuchsbandwurm häufig zum Tod, da der Parasit unbehandelt in der Leber weiterwächst und das Gewebe zerstört. Heute ist die Erkrankung meist gut behandelbar. Standard ist die Einnahme von Benzimidazolen, meist Albendazol. Diese Medikamente töten den Parasiten nicht ab, hemmen aber sein Wachstum. Dadurch lässt sich die Erkrankung oft dauerhaft kontrollieren.

Wird der Befall früh erkannt, kann das befallene Gewebe operativ entfernt werden. Gelingt das vollständig, folgt eine mindestens zweijährige Albendazol-Behandlung, um Rückfälle zu vermeiden. Ist eine komplette Entfernung nicht möglich, ist eine lebenslange, medikamentöse Therapie erforderlich.

Neue Studie: Infektionen nehmen zu und bleiben oft unentdeckt

Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der MedUni Wien analysierte von 1997 bis 2023 Fälle alveolärer Echinokokkose, also der Fuchsbandwurm-Erkrankung, in Europa. In 28 Ländern wurden 4.207 Infektionen registriert, vor allem im Alpenraum und Baltikum. Österreich, Deutschland, Frankreich und die Schweiz verzeichneten rund 68 Prozent der Fälle.

Trotz Meldepflicht ist die Krankheit vielerorts unzureichend erfasst. Die Zahlen steigen, etwa in Österreich mit inzwischen rund 20 Fällen pro Jahr. Mögliche Ursachen: wachsende Fuchspopulation und engerer Kontakt zwischen Wildtieren, Haustieren und Menschen. Die Ergebnisse der Übersichtsarbeit wurden in The Lancet Infectious Diseases (externer Link; möglicherweise Bezahl-Inhalt) veröffentlicht.

Auch Bayern ist betroffen

In Deutschland treten die meisten Fälle in ländlichen Regionen Bayerns und Baden-Württembergs auf, vereinzelt auch in anderen Bundesländern. In Bayern sei er im Durchschnitt bei jedem dritten bis vierten Fuchs nachweisbar, so das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (externer Link).

Wer ist besonders gefährdet?

Gefährdet sind Menschen mit engem Kontakt zur Natur, etwa Landwirte, Jäger oder Waldarbeiter. Bei Landwirten ist die Erkrankung als Berufskrankheit anerkannt. Möglicherweise spielt dabei Kontakt mit Fuchskot-belastetem Staub eine Rolle.

Auch Hundehalter haben ein erhöhtes Risiko. Hunde können als Endwirte fungieren und die Wurmeier ausscheiden. Eine regelmäßige Entwurmung, etwa alle sechs Wochen, kann das Risiko deutlich senken.

Warum nicht alle infizierten Menschen erkranken

Obwohl viele Menschen mit dem Erreger in Kontakt kommen, erkranken nur wenige. Seroepidemiologische Studien zeigen, dass viele Infizierte Antikörper gegen den Erreger im Blut haben, ohne je krank zu werden. Der Körper kann den Parasiten offenbar in vielen Fällen erfolgreich abwehren.

Wie steckt man sich mit dem Fuchsbandwurm an?

Der genaue Infektionsweg ist noch nicht vollständig geklärt. Klar ist: Die Aufnahme der Eier erfolgt meist über kontaminierte Erde, Hände oder Lebensmittel. Risikofaktoren sind ungewaschenes, selbst angebautes Gemüse oder Kräuter aus Gärten, die von Füchsen betreten werden.

Wie kann man sich vor dem Fuchsbandwurm schützen?

  • Sträucher: Nur von den höchsten Zweigen pflücken, denn an kniehohe Sträucher kommt der Fuchs nicht heran. Er kann dort keinen Kot absetzen.
  • Früchte und Kräuter gründlich waschen, besonders bei selbst gesammelten Waldbeeren, Pilzen oder Kräutern.
  • Lebensmittel erhitzen: Temperaturen über 70 °C töten die Eier sicher ab.
  • Einfrieren ist wirkungslos: Erst ab −80 °C sterben die Parasiten ab.
  • Haustiere regelmäßig entwurmen, besonders Hunde mit Freilauf.
  • Händehygiene beachten nach dem Kontakt mit Erde, Tieren oder Rohkost.
  • Grashalme: Keine Grashalme kauen.
  • Jäger sollten Füchsen nicht ungeschützt das Fell abziehen. Waldarbeiter: Vorsicht bei Arbeit im Wald (Holzfäller- und Waldarbeiter).
  • Hygiene im Umgang mit Hunden und freilaufenden Katzen ist besonders wichtig: Nach jedem Streicheln die Hände waschen und die Tiere regelmäßig entwurmen.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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