Allgäuer Imker haben in Oy-Mittelberg im Landkreis Oberallgäu ein Nest der invasiven Asiatischen Hornisse aufgespürt und beseitigt. Das rund 50 Zentimeter große Nest wurde am Sonntag in einer Scheune entfernt, wie der örtliche Imkerverein mitteilte. Es sei anschließend eingefroren worden und soll zur Untersuchung an das Bieneninstitut in Veitshöchheim gehen.
Imker verfolgen Flugwege über mehrere Wochen
Zuvor hatten Imker aus Oy-Mittelberg und dem benachbarten Wertach den Tieren nach eigenen Angaben mehrere Wochen lang nachgespürt. Anlass waren einzelne Exemplare der Asiatischen Hornisse, die bei Oberelleg gesichtet worden waren.
Um das Nest zu finden, stellten die Imker sogenannte Locktöpfe auf. Diese kontrollierten sie regelmäßig, um die Flugwege der Hornissen nachvollziehen zu können. Die Suche führte den Hornissenbeauftragten der Region, Michael Schäfer, am Samstagnachmittag zu einer Scheune bei Oy-Mittelberg. Dort entdeckten Mitglieder der örtlichen Imkervereine gemeinsam das Nest.
„Dieser Erfolg zeigt, wie viel sich mit gegenseitiger Unterstützung erreichen lässt“, bewertet Andreas Vogler, Vorsitzender des Imkervereins Oy-Mittelberg, den Einsatz.
Asiatische Hornisse jagt Honigbienen
Die Asiatische Hornisse ist laut Umweltbundesamt etwas kleiner als die heimische Hornisse. Erkennen lässt sie sich unter anderem an ihrer schwarz-braunen Brust. Das letzte Drittel des Hinterleibs ist gelb-orange gefärbt. Besonders markant sind die gelben Füße.
Die Asiatische Hornisse ernährt sich zu 80 Prozent von Honigbienen. Nach Angaben des Bayerischen Landwirtschaftsministeriums können Bienenvölker dadurch massiv geschwächt werden.
Eine gesetzliche Meldepflicht für Sichtungen besteht inzwischen nicht mehr. Das Umweltbundesamt empfiehlt dennoch, Funde an die zuständigen Behörden zu melden. Ansprechpartner sind in der Regel die Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte.

