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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > „Sehr außergewöhnlich“: Hymne an Babylon mit KI entziffert
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„Sehr außergewöhnlich“: Hymne an Babylon mit KI entziffert

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 11. Juli 2025 09:50
Von Michael Farber
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5 min. Lesezeit
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Forschende haben einen Text aus der Zeit um 1.000 vor Christus entdeckt, der die Stadt Babylon in ihrer größten Blüte beschreibt. Mithilfe von künstlicher Intelligenz konnten sie viele Textfragmente entziffern und zusammenfügen.

Inhaltsübersicht
„Schon sehr außergewöhnlich“Loblied auf Babylon in der Sippar-Bibliothek gefundenKünstliche Intelligenz vervollständigt Hymne an BabylonHymne an Babylon überliefert Ideale des Stadtlebens

Das Loblied auf die Stadt Babylon ist rund 3.000 Jahre alt und beschreibt das Leben in der damaligen Metropole Mesopotamiens, enthält Naturbeschreibungen – zum Beispiel des Flusses Euphrat, der Wasser und Leben spendet – und handelt von Göttern und Königen.

„Schon sehr außergewöhnlich“

Der Altorientalist Enrique Jiménez von der Ludwig-Maximilians-Universität in München konnte die Hymne mit seinem Team komplett entschlüsseln: „Dass wir jetzt einen Klassiker zum ersten Mal entdecken können, ist schon sehr außergewöhnlich.“ Ein Klassiker ist das Loblied, weil es im Schulunterricht im alten Babylon eine zentrale Rolle spielte. Damals war es in etwa so bedeutend wie Schillers Glocke oder Goethes Faust.

Schüler mussten die 250 Zeilen auswendig lernen, die Tugenden eines gelingenden Zusammenlebens verinnerlichen und den Text dann in feuchte Tontafeln in Keilschrift einritzen. Diese sogenannten Schülertafeln wurden gebrannt und überdauerten so die Jahrtausende, sagt Jiménez: „Wenn wir eine Schülertafel haben, haben wir einen Beweis, dass der Text memoriert worden ist und dass die Schüler ihn auswendig rezitieren konnten.“

Loblied auf Babylon in der Sippar-Bibliothek gefunden

Die gebrannten Tontafeln lagerten 60 Kilometer von Babylon entfernt versteckt hinter Backsteinwänden in einem quadratischen Raum. Im Jahr 1986 kamen sie bei Ausgrabungen ans Tageslicht. Der Direktor der Archäologieabteilung der Universität Bagdad, Anmar Fadhil, berichtet, dass die Tafeln fast unversehrt in Regalen lagen: „Bei der Ausgrabung hat man entdeckt, dass es eine sehr wichtige Bibliothek ist, die auch literarische Texte beinhaltet.“ Es handelt sich um die Entdeckung der berühmten Sippar-Bibliothek. Sippar war im Altertum eine Stadt am Euphrat.

Es heißt, Noah habe – bevor er in die Arche stieg – die Tafeln in Sippar versteckt, um sie vor der Sintflut zu schützen. Jetzt ist es gelungen, alle Fragmente, die weltweit bisher ausgegraben wurden, als zusammengehörig zu identifizieren und zu einem durchgängigen Text zusammenzufügen.

Künstliche Intelligenz vervollständigt Hymne an Babylon

Die Arbeit, alle Fragmente zusammenzufügen, hätte normalerweise Jahrzehnte gedauert. Mithilfe der künstlichen Intelligenz konnten die Forschenden alle Einzelteile relativ schnell im Computer sortieren. Es gelang mit KI sogar, 30 weitere zugehörige Manuskripte zu identifizieren, die zur wiederentdeckten Hymne gehören. „Dank dieser weiteren Texte konnte das Loblied auf der Tontafel, das stellenweise lückenhaft war, komplett entschlüsselt werden“, sagt Jiménez.

Seit 2018 gibt es das KI-Projekt „Elektronische Babylonische Literatur“ (eBL) (externer Link) an der LMU München. Ziel ist es, die babylonische Literatur bis zum heutigen Stand der Rekonstruktion zu erschließen. Dazu gehört zum Beispiel das Gilgamesch-Epos, das zu den ältesten überlieferten Dichtungen zählt und – wie die Hymne – ebenfalls aus dem babylonischen Raum stammt.

Hymne an Babylon überliefert Ideale des Stadtlebens

Die Hymne beschreibt Babylon als eine von Göttern gegründete ewige Stadt und preist ihre noblen Bewohner: Alle tragen zum Gemeinwohl bei, verhalten sich respektvoll gegenüber Ausländern und erfüllten sinnvolle Aufgaben. Frauen beispielsweise dienen als Priesterinnen und Hebammen. Der Altorientalist Claus Ambos von der Uni Würzburg: „Natürlich waren Frauen in einer patriarchalischen Gesellschaft nicht dem Mann ebenbürtig, aber es ist doch sehr schön, wie der Text versucht, für alle Menschengruppen einen guten Platz in der Gesellschaft zu finden.“

Dass die Keilschrift-Tafeln jetzt entziffert sind, macht nicht nur die beiden Forscher Jiménez und Fadhil stolz. Auch Besucher einer Veranstaltung an der Universität Bagdad, wo die Wiederentdeckung der Hymne gefeiert wurde, äußerten sich zufrieden: „Ihr macht uns stolz, Babylonier zu sein“. Von der einstigen Metropole ist heute das kleine Städtchen Babylon im Irak übriggeblieben. Ihr Glanz ist Vergangenheit. Die Erinnerung daran ist für die Nachwelt auf Tontafeln und jetzt auch im Computer konserviert.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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