Wetterumschwünge gehen an manchen Menschen nicht spurlos vorüber. Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland bezeichnet sich als wetterfühlig, so eine Umfrage des Deutschen Wetterdienstes (externer Link) von 2015, ein Fünftel der Befragten gibt sogar an, stark unter dem Wetter zu leiden.
Die Älteren spüren das Wetter subjektiv stärker als die Jüngeren. Das Problem: Betroffene werden häufig nicht ernst genommen, die Symptome als Einbildung abgetan. Auch in der Wissenschaft ist man sich nicht einig, was hinter dem Phänomen Wetterfühligkeit steckt.
Was sind die Symptome von Wetterfühligkeit?
In der Altersgruppe der ab 60-Jährigen klagen nahezu 70 Prozent darüber, dass ihnen das Wetter in Knochen und Kopf fährt. Auch Frauen in der Menopause leiden oft bei Wetterumschwüngen.
Die häufigsten Symptome sind Kopfschmerzen und Migräne, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Gelenkschmerzen und Schlafstörungen. Betroffene fühlen sich matt, müde, antriebslos, deprimiert oder gereizt.
Das Wetter verstärkt Beschwerden
„Wetterfühligkeit ist etwas, was auf etwas Vorhandenem beruht“, erklärte Prof. Dr. Andreas Matzarakis, Vorsitzender der Gesellschaft zur Förderung der Medizin-Meteorologischen Forschung in Deutschland: „Das heißt: Ich habe Beschwerden und bei bestimmten Wettersituationen oder Wetterlagen werden meine Beschwerden verschlimmert oder verbessert.“
Matzarakis vermutet, dass wetterfühlige Menschen eine niedrige Reizschwelle haben könnten und dass ihr Körper darum schon auf geringe Wetterreize reagiert. „Es geht primär darum, dass der Körper mit der neuen Wettersituation nicht so schnell klarkommt. Das heißt, er braucht eine gewisse Zeit, bis er sich anpasst.“

