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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > MTU Aero Engines: Das Geschäft mit Triebwerken brummt
Wirtschaft

MTU Aero Engines: Das Geschäft mit Triebwerken brummt

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 24. Februar 2026 15:47
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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2025 war für MTU Aero Engines ein Jahr der Rekorde. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro, der Gewinn nach Steuern legte um 27 Prozent zu auf 968 Millionen. Beides sind Höchstwerte. Der Münchener Triebwerksspezialist profitiert dabei vor allem vom globalen Boom der zivilen Luftfahrt, der nach Branchenprognosen noch viele Jahre anhalten wird. So rechnen Experten damit, dass sich die Flotte der weltweit eingesetzten Verkehrsmaschinen in den kommenden Jahrzehnten verdoppeln wird.

Inhaltsübersicht
Je mehr Flugzeuge, desto mehr Wartungsbedarf für MTURüstungsboom – bisher jedoch nicht bei MTUFCAS: Streit zwischen Airbus und DassaultPläne für nachhaltigeres FliegenMTU erwartet weiteres Wachstum

Je mehr Flugzeuge, desto mehr Wartungsbedarf für MTU

Jedes dieser Flugzeuge hat mindestens zwei Triebwerke, an deren Bau MTU oft beteiligt ist. Doch das wichtigste Geschäft der Münchener beginnt erst, wenn die Flieger in Betrieb sind: Dann brauchen sie regelmäßig Wartung und Ersatzteile. Schon heute macht der Münchener Konzern mehr als zwei Drittel seines Umsatzes mit dieser zivilen Instandhaltung, die in der Fachsprache unter „Maintenance, Repair and Overhaul“ läuft (MRO) – also Wartung, Reparatur und Überholung.

Rüstungsboom – bisher jedoch nicht bei MTU

Das Rüstungsgeschäft, etwa mit Antrieben für den Eurofighter hat in der Relation zur zivilen Luftfahrt dagegen an Bedeutung verloren. Nur knapp acht Prozent seines Umsatzes macht MTU Aero Engines derzeit mit militärischen Aufträgen. Ein mögliches Aus für das deutsch-französische Kampfflugzeugprojekt FCAS würde man zwar politisch bedauern, wirtschaftlich wären die Folgen für das Unternehmen aber verkraftbar, heißt es bei MTU.

FCAS: Streit zwischen Airbus und Dassault

Die Münchener betonen, dass es beim Streit um die Frage, welcher Partner beim Bau eines solchen Flugzeuges die Oberhand haben könnte, vor allem um eine Auseinandersetzung zwischen Airbus und dem französischen Konzern Dassault geht. Zwischen den beteiligten Triebwerkslieferanten wie Safran (Frankreich) und MTU gebe es ein hervorragendes partnerschaftliches Zusammenspiel ohne wirtschaftspolitische Eifersüchteleien, heißt es in München. Sollte FCAS scheitern, müsse man sich eben neu orientieren, möglicherweise dann mit Partnern aus Schweden, Großbritannien und Italien.

Pläne für nachhaltigeres Fliegen

Ein sehr viel größeres Thema als Kampfjets sind für MTU Aero Engines die Anstrengungen, den zivilen Luftverkehr nachhaltiger zu machen. Gemeinsam mit Airbus forscht der Konzern an Möglichkeiten, Brennstoffzellen in die Flieger zu bringen, um vielleicht Mitte des kommenden Jahrzehntes zumindest ein Regionalflugzeug klimaneutral antreiben zu können.

Dort habe man bereits viel investiert und entsprechende Testfelder vorbereitet, so der neue Vorstandsvorsitzende Johannes Bussmann, der den Konzern seit dem vergangenen September leitet. Beim Kunden und Forschungspartner Airbus trifft Bussmann dabei auf einen Manager, der MTU ebenfalls sehr gut kennt, nämlich seinen Vorgänger Lars Wagner.

Dieser führt seit dem Jahreswechsel bei Airbus das zivile Flugzeuggeschäft des europäischen Branchenriesen. Darüber hinaus wirbt man auch bei MTU dafür, dass mehr nachhaltig erzeugtes Kerosin hergestellt und auch verwendet wird. Denn bisher sind die entsprechenden Produktionskapazitäten für das sogenannte SAF sehr überschaubar, der klimaneutrale Treibstoff ist wesentlich teurer als herkömmliches Kerosin.

MTU erwartet weiteres Wachstum

Grundsätzlich erwartet man bei MTU Aero Engines angesichts des Luftfahrtbooms sowohl kurz- als auch mittelfristig weiteres Wachstum. Allein für das laufende Geschäftsjahr dürfte der Umsatz um rund zehn Prozent zulegen. Darüber hinaus geht das Management von Zuwächsen beim Gewinn aus. Daran sollen auch die Aktionäre beteiligt werden. Für das vergangene Jahr sollen sie eine von 2,20 auf 3,60 Euro erhöhte Dividende erhalten.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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