Hortensien gehören zu den beliebtesten Gartenpflanzen. Mit ihren farbenfrohen Blütendolden verschönern sie jedes Beet und jeden Balkon. Damit die Pflanzen Jahr für Jahr ihre beeindruckende Blütenpracht entwickeln, sind der richtige Schnitt, der passende Standort und die Pflege entscheidend. Viele Gartenfreunde fragen sich zum Beispiel, ob der Rückschnitt besser im Frühling oder Herbst erfolgt und wie stark die Pflanze geschnitten werden darf.
Welche Hortensien schneidet man im Herbst, welche im Frühjahr?
Je nachdem, an welchen Trieben die Pflanzen blühen, lassen sich Hortensien in drei Gruppen einteilen:
1. Blüte an alten Trieben: Dazu zählen Bauern-, Teller-, Samt-, Kletter- und Eichenblatthortensien. Ihre Blütenknospen entstehen bereits im Vorjahr. Beim Schnitt werden nur erfrorene oder abgestorbene Triebe entfernt. Alte Blütenstände schneidet man direkt oberhalb des ersten grünen Knospenpaares. Ein starker Rückschnitt ist nicht nötig – sonst fällt die Blüte im Sommer aus.
2. Blüte an neuen Trieben: Rispen- und Schneeballhortensien vertragen einen kräftigeren Rückschnitt. Die Triebe aus dem Vorjahr werden etwa eine Handbreit über dem Boden oberhalb des letzten Knospenpaars geschnitten. Der Schnitt kann noch im März erfolgen. Je später er erfolgt, desto später blüht die Pflanze.
3. Blüte an alten und neuen Trieben (Dauerblüher): Sorten wie „Endless Summer“ oder „Forever & Ever“ bilden Blüten sowohl an alten als auch an neuen Trieben. In den ersten Jahren muss kaum geschnitten werden. Später empfiehlt sich ein Verjüngungsschnitt: Ein Drittel der ältesten Triebe bis handbreit über dem Boden entfernen, um neue, kräftige Triebe zu fördern.

