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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Rente, Steuern, Familien, Lohn: Das ändert sich 2026
Wirtschaft

Rente, Steuern, Familien, Lohn: Das ändert sich 2026

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 24. November 2025 09:49
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Nach dem chinesischen Horoskop-Kalender ist 2026 das Jahr des Feuerpferdes. Es steht für Tempo – das wird die Bundesregierung an den Tag legen müssen, um die Reformen für Rente und Grundsicherung anzuschieben. Außerdem steht es für Energie – das passt auch gut, denn die fossilen Rohstoffe werden teurer, nachhaltige mehr gefördert. Außerdem steht das Feuerpferd für Kreativität und Wandel – ebenfalls sehr nützlich in diesen Zeiten. BR24 wirft einen ersten Blick auf große Änderungen im kommenden Jahr.

Inhaltsübersicht
Rente wird voraussichtlich angehobenNeue Grundsicherung und höherer MindestlohnFamilien werden stärker entlastetWenn aus Brutto Netto wird: Steuerregelungen 2026Was sonst noch wichtig wird:

Rente wird voraussichtlich angehoben

Nach derzeitigen Berechnungen steigen die Renten im kommenden Jahr um rund 3,7 Prozent. Das würde für die 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner hierzulande ab Juli 2026 ein Einkommensplus über der Inflationsrate bedeuten. Aber noch nicht zu früh freuen: Ob und wenn ja, um wie viel genau die Rentenzahlungen steigen, das wird erst im Frühjahr festgelegt, wenn sämtliche Informationen zu den bundesweiten Lohnentwicklungen vorliegen.

Wenn es nach Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geht, dann steht bis zum Jahresende außerdem ein neues Renten-Gesamtpaket. Damit soll es unter anderem möglich sein, mit erheblichen Steuerentlastungen auch nach dem Renteneintrittsalter weiterzuarbeiten. Ob diese „Aktivrente“ und andere größere Renten-Neuerungen aber wirklich kommen, darüber wird noch gestritten.

Neue Grundsicherung und höherer Mindestlohn

Irgendwann im kommenden Jahr soll das Bürgergeld durch die ‚Neue Grundsicherung‘ abgelöst werden, aber auch hier ist noch nichts in trockenen Tüchern. Die neuen Regularien sollen besser vor Leistungserschleichung schützen und die Arbeitsuchenden zu mehr Kooperation motivieren. Dass die Regelbedarfe angehoben werden – danach sieht es aktuell nicht aus.

Fest steht aber bereits: Ab dem neuen Jahr steigt der Mindestlohn auf 13,90 Euro pro Stunde, aktuell sind es 12,82 Euro. Das bedeutet auch, dass die Entlohnung für Minijobs angehoben wird. Wer in einem Minijob arbeitet, bekommt ab dem 01.01.2026 pro Monat 603 Euro statt wie bisher 556 Euro. Von dieser Anhebung profitieren allein in Bayern immerhin knapp 1,3 Millionen Menschen.

Familien werden stärker entlastet

Das Kindergeld wird 2026 pro Kind um vier Euro angehoben. Das bedeutet, dass ab 2026 monatlich 259 Euro pro Kind auf dem elterlichen Konto landen. Familien, denen der Kindersofortzuschlag zusteht, bekommen außerdem monatlich 25 Euro zusätzlich, statt wie bisher 20 Euro.

Zusätzlich zum Kindergeld gibt es noch „passive“ Zuschüsse für Eltern. Das ist vor allem der Kinderfreibetrag, der im kommenden Jahr um 156 auf 9.756 Euro pro Kind steigt (4.878 Euro je Elternteil).

In Bayern schafft es das Kinderstartgeld nicht auf die Konten frisch gebackener Eltern. Kinder, die vor dem 1. Januar 2025 geboren wurden und im kommenden Jahr ein oder zwei Jahre alt sind, erhalten trotzdem weiterhin 250 Euro Familiengeld pro Monat.

Wenn aus Brutto Netto wird: Steuerregelungen 2026

Der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer steigt 2026 laut Steueränderungsgesetz von 12.096 Euro auf 12.348 Euro. Dadurch bleibt ein größerer Teil des Einkommens steuerfrei. Singles, die ein deutsches Durchschnitts-Bruttogehalt von gut 4.600 Euro bekommen, behalten dadurch etwa 10 Euro mehr im Portemonnaie.

Auch die Pendlerpauschale steigt 2026 auf 38 Cent, und zwar ab dem ersten Kilometer. Das heißt also, dass auch die ersten 20 Kilometer des Arbeitswegs künftig mit dem höheren Zuschuss berücksichtigt werden. Konkret: Wer 30 Kilometer zur Arbeit fährt, kann bei 220 Arbeitstagen rund 352 Euro mehr steuerlich geltend machen als bisher.

Und noch ein schönes Extra: Beiträge zur Altersvorsorge können künftig vollständig steuerlich geltend gemacht werden.

Was sonst noch wichtig wird:

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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