Wie sicher sind die Daten?
Auch in „Der KI-Podcast“ von BR24 und SWR berichten Hörer immer wieder, dass sie KI für gesundheitliche Hilfestellungen einsetzen, beispielsweise um Blutbilder zu analysieren oder Arztbriefe übersetzen zu lassen. Ersten Studien zufolge kann das auch tatsächlich funktionieren. Zumindest bei eher simplen Fragestellungen agieren Chatbots durchaus kompetent. Das zeigte etwa eine Studie im Fachjournal „JAMA Network Open“.
Dennoch dürfte die Nutzung der KI für gesundheitliche Daten nicht ohne Risiken sein. Gesundheitsdaten sollen laut OpenAI zwar verschlüsselt und getrennt von anderen Chats gespeichert werden. Aber es bleibt ein Risiko, etwa bei Hackerangriffen oder Leaks.
Das könnte auch einer der Gründe sein, weshalb ChatGPT Health fürs erste in Europa nicht verfügbar sein wird. OpenAI hat bisher nicht angekündigt, GPT-Health auch in Deutschland anzubieten. Strenge Regulierung nach der Datenschutz-Grundverordnung oder der EU-Medizinprodukte-Verordnung könnten der Grund dafür sein.
ChatGPT als Massenprodukt
So oder so zeigt ChatGPT Health, dass OpenAI weiter daran interessiert ist, sein Programm ChatGPT nicht nur an Experten zu vermarkten, sondern auch an die breite Öffentlichkeit. In nur drei Jahren hat es ChatGPT von einem unbekannten Programm zu weltweit fast einer Milliarde Nutzer geschafft – das durch ChatGPT Health noch mächtiger werden dürfte.
Dass OpenAI aber auch Geschäftskunden nicht außen vor lassen möchte, zeigt sich daran, dass zeitgleich ein neues Programm namens OpenAI for Healthcare vorgestellt wurde. Ein Paket für Kliniken und Gesundheitsorganisationen. Hier sind die Zielgruppe nicht Privatpersonen, sondern Ärzte, die etwa mit KI bessere Entlassungsbriefe entwerfen oder Verwaltungsaufgaben automatisieren sollen.

