Möglich macht das eine neue Funktion: ChatGPT-Apps. Seit Mittwoch können deutsche Nutzer externe Dienste direkt in den KI-Chatbot einbinden. Statt zwischen verschiedenen Anwendungen zu wechseln, lassen sich Spotify, Apple Music, Canva und andere Dienste per Texteingabe steuern – ohne ChatGPT zu verlassen. Die Ambition dahinter ist klar: OpenAI will, dass Nutzer möglichst viel Zeit im Chatbot verbringen. ChatGPT soll zur zentralen Schaltstelle werden, über die andere Apps bedient werden – eine Art Betriebssystem für den Alltag.
Diese Apps gibt es zum Start
Zum Launch stehen unter anderem Spotify und Apple Music zur Verfügung. Beide Dienste ermöglichen es, Playlists zu erstellen, Musik zu suchen oder Empfehlungen basierend auf dem Gesprächsverlauf zu erhalten. Bei Spotify gibt es einen Unterschied zwischen kostenlosen und zahlenden Nutzern: Während Free-User auf bereits existierende Playlists zugreifen können, generiert die App für Premium-Nutzer auch ganz neue Playlists.
Auch die Design-Apps Canva und Figma lassen sich über ChatGPT bedienen. Ebenso Adobe Photoshop, die Reiseplattformen Booking.com, Expedia und Tripadvisor, die Reservierungsseite OpenTable und die Wander-App AllTrails.
Ob die Steuerung per Chatbot im Alltag tatsächlich praktischer ist als der direkte Weg über die jeweilige App, muss sich erst zeigen. Für simple Aufgaben wie das Abspielen eines bestimmten Songs dürfte der Umweg über ChatGPT kaum schneller sein. Interessanter wird es bei komplexeren Anfragen.

