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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Stresstest 2026: Automobilzulieferer am Untermain im Wandel
Wirtschaft

Stresstest 2026: Automobilzulieferer am Untermain im Wandel

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 19. Januar 2026 15:10
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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In der Produktionshalle von Waldaschaff Automotive werden derzeit Maschinen abgebaut und verladen. Der traditionsreiche Autozulieferer beendet nach mehr als 100 Jahren seine Fertigung am Standort Waldaschaff im Landkreis Aschaffenburg. Der Betrieb soll im Frühsommer schließen.

Inhaltsübersicht
Sozialverträglicher StellenabbauNeue Aufträge außerhalb der AutoindustrieIG Metall: Unternehmen müssen sich breiter aufstellenUnterschiedliche Entwicklungen bei großen ArbeitgebernIHK: Fokus auf neue Absatzmärkte

350 Arbeitsplätze fallen dort weg. Die gute Nachricht: Es geht weiter in Unterfranken. Die Anlagen werden in das rund 20 Kilometer entfernte Werk Esselbach im Landkreis Main-Spessart verlagert.

Sozialverträglicher Stellenabbau

Am Montag bietet das Unternehmen den Beschäftigten bereits das dritte Freiwilligenprogramm an. Dieses sieht entweder eine Abfindung oder den Wechsel in eine Transfergesellschaft vor. „Es war uns wichtig, den Wegfall von 350 Arbeitsplätzen sozialverträglich zu gestalten“, sagt Personaldirektor Thomas Stroh. In Esselbach sollen künftig 450 Menschen arbeiten, weitere 50 am Bürostandort Altfeld.

Bereits Ende 2024 hatte Waldaschaff Automotive angekündigt, das Werk in Waldaschaff 2026 zu schließen. Für den Standort Esselbach wurde eine Standortsicherung bis Ende 2027 vereinbart. Nach Angaben des Unternehmens soll es aber auch darüber hinaus weitergehen.

Neue Aufträge außerhalb der Autoindustrie

Der Autozulieferer setzt dabei verstärkt auf neue Geschäftsfelder. Nach Angaben von Personaldirektor Stroh konnte das Unternehmen Aufträge aus dem Bahnbereich gewinnen, unter anderem vom Technologiekonzern ABB. Künftig sollen in Esselbach Batterierahmen für elektrisch betriebene Züge gefertigt werden.

Ziel sei es, die Abhängigkeit von der Automobilindustrie zu verringern. Kernprodukte blieben Strukturteile aus Stahl und Aluminium sowie Crash-Management-Systeme. „Wir stellen uns breiter auf. Auch dank unserer Sozialpartner wie IG Metall, Betriebsrat und der Transfergesellschaft SQG in Aschaffenburg konnten wir die Krise als Chance nutzen“, betont Stroh.

IG Metall: Unternehmen müssen sich breiter aufstellen

„Unsere Zulieferer stehen unter starkem Innovationsdruck, können sich aber zukunftsfähig aufstellen“, sagt Percy Scheidler, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Aschaffenburg. Als Beispiel nennt er Magna Mirrors in Dorfprozelten. Dort hatte das Management 2023 angekündigt, den Standort mit fast 500 Beschäftigten schließen zu wollen.

Nach Protesten von Gewerkschaft, Politik und Kommunen wurde das Werk durch Fördermittel des Freistaats für Zukunftsinvestitionen gesichert. Die Gelder flossen unter anderem in die Entwicklung eines selbst abblendenden Spiegels. Nach Angaben der IG Metall sind in Dorfprozelten rund 250 Arbeitsplätze zumindest bis 2028 gesichert. Zusammen mit dem Standort Sailauf beschäftigt die Magna-Gruppe am Untermain mehr als 1.200 Menschen.

Unterschiedliche Entwicklungen bei großen Arbeitgebern

Gleichzeitig bleibt die Lage angespannt. ZF Lifetec in Aschaffenburg hat angekündigt, auch in diesem Jahr voraussichtlich Stellen abzubauen. Der Lenkradhersteller beschäftigt dort noch rund 180 Mitarbeiter – früher waren es mehr als 1.000.

Bei Joyson Safety Systems, früher Takata Petri, wurden letztmals im Jahr 2024 Arbeitsplätze abgebaut. Nach Angaben der Gewerkschaft sind dort derzeit mehr als 680 Beschäftigte vertraglich abgesichert. Der Standort produziert vor allem Lenkräder, Airbagsysteme, Sicherheitsgurte sowie Sicherheitselektronik und gilt weiterhin als zentraler Anlaufpunkt für den europäischen Markt.

Mit rund 1.000 Beschäftigten zählt der Achsenhersteller SAF Holland in Bessenbach nach wie vor zu den größten Arbeitgebern in der Region.

IHK: Fokus auf neue Absatzmärkte

„Man muss mit Zuversicht in die Zukunft schauen“, kommentiert der Aschaffenburger IHK-Hauptgeschäftsführer Andreas Freundt die aktuelle wirtschaftliche Lage. Die Unternehmen am Untermain vermissten Planungssicherheit. Vor allem im Bereich Automotive stünde die Branche vor großen Herausforderungen. Die geopolitischen Veränderungen zwängen Unternehmen dazu, neue Absatzmärkte zu erschließen. „Wir müssen uns von der starken Abhängigkeit von China lösen“, so Freundt. Länder wie Indien oder Vietnam könnten künftig an Bedeutung gewinnen. Auch die Rüstungs- und Verteidigungsindustrie spiele zunehmend eine Rolle: „Bei einigen Unternehmen kommt da durchaus Goldgräberstimmung auf.“

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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