Wenn die Heizrechnung für 2025 kommt, werden viele Menschen in Bayern überrascht sein. Zwar hört man allerorts von gesunkenen Energiepreisen, die Rechnung dürfte aber dennoch höher ausfallen als im Vorjahr. Bis zu 22 Prozent teurer könnte es werden. Im Schnitt beläuft sich das Plus im Freistaat auf 11,8 Prozent. Das zeigen Berechnungen des Energiedienstleisters Techem. Damit müssen die bayerischen Haushalte tiefer in die Tasche greifen als im bundesweiten Schnitt. Dieser liegt demnach bei plus 8,6 Prozent.
Techem verweist darauf, dass es 2025 mehr kalte Tage gegeben hat. So waren die Temperaturen im vergangenen Februar besonders niedrig und im November hatte es einen Kälteeinbruch gegeben. Die Folge: Die Haushalte in Bayern haben die Heizung häufiger und weiter aufgedreht.
Heizkostensprung in den Landkreisen Altötting, Rottal-Inn und Fürstenfeldbruck
Besonders stark waren die Landkreise Altötting, Rottal-Inn und Fürstenfeldbruck davon betroffen, was laut Techem dort den Verbrauch besonders ansteigen ließ. Wer im Landkreis Altötting mit Fernwärme heizt, der dürfte für das vergangene Jahr wohl 22 Prozent mehr bezahlen. Bei Strom und Gas belaufen sich die Mehrkosten auf rund 18 Prozent. Bei Heizöl summiert sich das Plus auf rund zehn Prozent – hier macht sich der gesunkene Ölpreis bemerkbar.
Mit Heizöl sogar billiger in den Landkreisen Schweinfurt, Neumarkt in der Oberpfalz oder Oberallgäu
Glücklich kann sich schätzen, wer in den Landkreisen Schweinfurt, Neumarkt in der Oberpfalz oder Oberallgäu wohnt. Hier war es nur etwas kälter als im Vorjahr. Und das häufigere Heizen hat beim Öl der gesunkene Heizölpreis mehr als wettgemacht. Unterm Strich müssen die Bewohner der Landkreise in diesem Fall für 2025 wohl sogar geringfügig weniger zahlen als im Vorjahr.
Wie sich die Heizkosten im Schnitt in Ihrem Landkreis entwickelt haben, können Sie in folgender Grafik sehen:
Bayernkarte: Prognose der Heizkosten je Landkreis

