Für viele Menschen ist der Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) inzwischen ein Teil des Alltags. Texte zusammenfassen, Bilder generieren oder einfache Apps programmieren – alles möglich, mit nur wenigen Klicks. Gleichzeitig begegnen einige der Technologie mit Skepsis: Deepfakes, Kontrollverlust – und vor allem die Angst, der eigene Arbeitsplatz könnte gefährdet sein.
🎧 Wie verändert KI unser Leben? Und welche KI-Programme sind in meinem Alltag wirklich wichtig? Antworten auf diese und weitere Fragen diskutieren Gregor Schmalzried, Marie Kilg und Fritz Espenlaub jede Woche in „Der KI-Podcast“ – dem Podcast von BR24 und SWR.
Keine unberechtigte Sorge
Dass Technologien die Arbeitswelt verändern, ist nicht neu. Mit Einzug des Internets verschwanden beispielsweise Videotheken oder Telefonzentralen, und viele Printmedien kämpfen um ihr analoges Leben. Gleichzeitig entstanden neue Jobs: Webdesign, Online-Marketing oder Social-Media-Management.
Die aktuelle KI-Revolution folgt einem ähnlichen Muster: Aufgaben können automatisiert oder kostengünstiger erledigt werden, andere Tätigkeiten wandeln sich grundlegend. Die Sorge um den Arbeitsplatz ist also nicht unbegründet. Doch Forscher haben herausgefunden: Wie stark die Angst ausgeprägt ist, hängt davon ab, inwiefern Menschen praktische Erfahrungen mit KI gesammelt haben.
Eine Studie von YouGov zeigt, dass über ein Drittel der Menschen, die KI nicht benutzen, ihre Jobsicherheit als bedroht empfinden. Bei Menschen, die regelmäßig mit KI arbeiten, sind es dagegen nur 13 Prozent. Ist die Angst vor KI vielleicht die Angst vor dem Unbekannten?
Welche KI-Skills 2026 wichtig sind
Wer Chatbots selbst ausprobiert, wird irgendwann deren Grenzen erleben. Sprachmodelle, wie ChatGPT, können zwar plausible Texte produzieren, liegen dabei aber oft völlig daneben. Fünf Tipps, welche KI-Kompetenzen im Jahr 2026 da besonders relevant sind:
1. Ein fundiertes Grundverständnis entwickeln
Man muss nicht im Detail verstehen, wie neuronale Netze funktionieren. Entscheidend ist es, ein Bewusstsein zu entwickeln, was KI leisten kann – und was nicht. Sprachmodelle erzeugen statistische Wahrscheinlichkeiten, nicht immer objektive Wahrheiten. Die Antworten klingen überzeugend, können aber falsch oder lückenhaft sein. Es bleibt also unverzichtbar, die Ergebnisse einer KI stets zu hinterfragen.
2. Die richtigen Fragen stellen
Chatbots beantworten nahezu jede Frage – aber die Qualität der Antwort hängt maßgeblich von der Qualität der Frage ab. Es hilft, präzise und konkret zu formulieren, was man wissen möchte. Gut gestellte Fragen sind oft wichtiger als perfekt formulierte Prompts.
3. An der eigenen Medienkompetenz arbeiten
Es wird zunehmend schwieriger, KI-erzeugte Bilder, Videos, Songs oder Texte als solche zu identifizieren. Früher war vielleicht der sechste Finger an einer Hand ein guter Hinweis für ein generiertes Foto. Heute braucht es mehr: Quellen überprüfen, Bilder miteinander vergleichen und skeptisch bleiben.
4. Durchhaltevermögen bewahren
KI-Tools liefern nicht immer auf Anhieb die optimale Lösung. Manchmal braucht es mehrere Versuche, dem gewünschten Ergebnis näherzukommen – und das kann frustrierend sein. Es lohnt sich durchzuhalten, KI als Unterstützung einzusetzen und nicht als Ersatz für eigenes Nachdenken.
5. Am Ball bleiben
Die KI-Welt bewegt sich in schnellem Tempo. Tools entstehen und verschwinden wieder, aktuelle Modelle werden rasch überholt. Wer offen für Neues bleibt und sich regelmäßig einarbeitet, wird eher einen Überblick bewahren können.

