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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Super Bowl: So war die Halbzeit-Show von Bad Bunny
Kultur

Super Bowl: So war die Halbzeit-Show von Bad Bunny

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 9. Februar 2026 07:47
Von Uta Schröder
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5 min. Lesezeit
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Latin-Superstar Bad Bunny hat die Halbzeitpause des Super Bowls in eine riesige Tanzparty verwandelt und das größte Einzelsportereignis des Jahres in den USA auch für politische Botschaften genutzt. Der 31-jährige Grammy-Preisträger aus Puerto Rico ließ während des Finales der nordamerikanischen Footballliga NFL zwischen den Seattle Seahawks und den New England Patriots im kalifornischen Santa Clara, das die Seahawks am Ende gewannen, Fahnenträger auftreten, die neben dem Banner der USA auch die Flaggen von vielen anderen Ländern des Doppelkontinents Amerika präsentierten.

Inhaltsübersicht
„Gemeinsam sind wir Amerika“Trump schimpft über HalbzeitshowHitzige Debatten schon vor der ShowKultur Puerto Ricos im MittelpunktDie größte Showbühne des Jahres

„Gemeinsam sind wir Amerika“

Außerdem hielt Bad Bunny, ein ausgesprochener Kritiker der radikalen Abschiebepolitik der US-Regierung, einen Football mit der Aufschrift „Gemeinsam sind wir Amerika“ in die Kamera, sagte „Gott segne Amerika“ und zählte neben den USA zahlreiche lateinamerikanische Länder auf. Im Hintergrund leuchtete auf einer Leinwand der Schriftzug: „Das Einzige, was mächtiger ist als Hass, ist Liebe.“

Bei dem Auftritt sang er eines der politischen Lieder seines aktuellen Albums: „Lo que paso con Hawaii“ (Was mit Hawaii geschehen ist). Darin kritisiert er die kulturelle Übernahme von Hawaii durch die USA, das 1898 gleichzeitig wie Puerto Rico unter die Herrschaft der Vereinigten Staaten geriet.

Trump schimpft über Halbzeitshow

US-Präsident Donald Trump, der dem Super Bowl diesmal selbst fernblieb, bezeichnete den Pausenauftritt direkt im Anschluss auf der Plattform Truth Social als „Schlag ins Gesicht“ für die USA und als eine der schlechtesten Halbzeitshows, die er jemals gesehen habe.

Zu Trumps Unmut trug offenkundig bei, dass die gesamte Performance von Bad Bunny ausschließlich auf Spanisch gehalten war – ein Novum für die traditionsreiche Halbzeitshow. Man verstehe kein Wort, monierte Trump – nachdem er die Wahl des Hauptacts für das Spektakel bereits vorab als „schrecklich“ bezeichnet hatte.

Hitzige Debatten schon vor der Show

Der Musiker hatte im Vorfeld betont, sein Auftritt sei „für mein Volk, meine Kultur und unsere Geschichte“. Er gilt mit seiner Musik als Brückenbauer zwischen Lateinamerika und den Millionen in den USA lebenden Latinos. Aus Protest gegen die rabiaten Einsätze der US-Einwanderungsbehörde ICE verzichtete er zuletzt auch auf Konzerte in den Vereinigten Staaten. In seiner Dankesrede bei den Grammys kritisierte er die Einsätze und widmete seine Auszeichnung all jenen Menschen, „die ihre Heimat verlassen mussten, um ihren Träumen zu folgen“.

Als die NFL Bad Bunny im Herbst 2025 offiziell als Headliner ankündigte, löste das hitzige Debatten aus. Konservative Politiker und Trump-nahe Gruppen kritisierten die Haltung des Superstars als „anti-amerikanisch“.

Kultur Puerto Ricos im Mittelpunkt

Die Super-Bowl-Halbzeitshow, bei der Bad Bunny mit Songs wie „NUEFAYol“, „CAFé CON RON“ und dem Hit „Tití Me Preguntó“ durch seine musikalische Karriere führte, setzte auf starke Bilder und viel Bewegung. Auf der Bühne wurden Szenen aus dem Alltag Puerto Ricos nachgestellt: traditionelle Haus- und Ladenfassaden, mobile Essensstände, Verkäufer mit Getränken und Speisen, Zuckerrohr-Plantagen. Dutzende Tänzer und Akrobaten füllten das Spielfeld und feierten mit ihrer Choreographie die Kultur, Geschichte und das Lebensgefühl der Karibikinsel.

Einer der emotionalen Höhepunkte folgte, als der Künstler einen seiner Grammy-Awards an einen kleinen Jungen übergab – im Stadion brach daraufhin lauter Jubel aus. Für einen Überraschungsmoment sorgte der Gastauftritt von Lady Gaga, die schon 2017 als Hauptact der Halbzeitshow auf der Bühne gestanden hatte. Die Popsängerin präsentierte eine Salsa-Version ihres Songs „Die With a Smile“ und tanzte gemeinsam mit Bad Bunny. Auch der ebenfalls aus Puerto Rico stammende Pop-Sänger Ricky Martin war zu Gast.

Die größte Showbühne des Jahres

Bad Bunny, bürgerlich Benito Antonio Martínez Ocasio, steht musikalisch für eine Mischung aus Reggaeton angereichert mit puerto-ricanischer Folkmusik, afrokaribischen Einflüssen und Salsa. Bei den Grammy Awards am vergangenen Wochenende bekam er für „DeBÍ TiRAR MáS FOToS“ („Ich hätte mehr Fotos machen sollen“) die Trophäe als Album des Jahres und gewann insgesamt drei Grammys. Zuletzt galt er als meistgehörter Künstler des Jahres beim Streamingdienst Spotify.

Mit Informationen von dpa

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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