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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Warum“Blood & Sinners“ ein Anti-Trump-Film ist
Kultur

Warum“Blood & Sinners“ ein Anti-Trump-Film ist

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 8. Februar 2026 14:49
Von Uta Schröder
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3 min. Lesezeit
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Sammie Moore hat eine besondere Gabe: Wenn er Blues-Gitarre spielt und dazu singt, verschmelzen Welten. Da erscheinen Geister aus der Vergangenheit und Musiker aus der Zukunft. In einem Club im Jahr 1932 tanzen plötzlich indigene Stämme, Rapper, E-Gitarristen und DJs. Sammie spielt sogar so leidenschaftlich, dass das Dach des Clubs Feuer fängt. Aber Sammies Gabe, um die es im Film „Blood & Sinners“ geht, hat eine Schattenseite. „Sie zieht das Böse an“, heißt es.

Inhaltsübersicht
Oscar-Rekord für „Blood & Sinners“Ein Vampir, der Blut und Blues willEin nischiger Oscar-Hit?Ein Film gegen die Politik Trumps

Oscar-Rekord für „Blood & Sinners“

Die Kritiker hat der Film, der ein Mix aus Musical, Historien-Drama, Rassismus-Aufarbeitung und Vampir-Horrorfilm ist, begeistert. Aber im Kino haben den Film in Deutschland im letzten Jahr nicht mal 300.000 Menschen gesehen. 65 andere Filme waren 2025 erfolgreicher. Ein Jahr später ist der Vampir-Horror jedoch auf magische Weise aus dem Grab auferstanden. 16 Oscar-Nominierungen, ein Rekord. Außerdem gab es zwei Grammys für Filmkomponist Ludwig Göransson.

Ein Vampir, der Blut und Blues will

Der Film erzählt die Geschichte der Zwillinge Smoke und Stack, beide gespielt von Michael B. Jordan. Mit einem Batzen Geld kommen sie aus Chicago in ihre Heimatstadt im US-Bundesstaat Mississippi zurück. Dort wollen sie einen Club für Schwarze eröffnen. Und ihr kleiner Cousin Sammie, Priester-Sohn und begabte Blues-Sänger, soll bei der Eröffnung spielen. Aber Sammies Spiel lockt die Geister an, so den Vampir Remmick (Jack O’Connel). Der kann nicht nur das Blut anderer aussaugen und diese damit in Vampire verwandeln, sondern verleibt sich auch Wissen und Talente seiner Opfer ein. Remmick, der Vampir, will Sammies Blues unbedingt haben.

Ein nischiger Oscar-Hit?

„Blood & Sinners“ ist nichts für schwache Nerven. Eigentlich ein zu nischiger und vielleicht auch zu brutaler Film für einen Oscar-Hit: Auch die Meta-Ebene, die Kritik an der vampirischen Musikindustrie, die mit schwarzem Empowerment Profit machen will, ist nicht unbedingt massentauglich. Spekuliert wird deshalb, ob die vielen Nominierungen vor allem ein politisches Statement der Academy gegen Trump sein könnten. „Blood & Sinners“ glänzt nämlich auch mit Rassismus-Kritik. Immer wieder mixt Regisseur Ryan Coogler den Horror mit erschütternden Geschichten über die rassistische Gewalt gegen Schwarze im 20. Jahrhundert.

Ein Film gegen die Politik Trumps

Mit Blick auf die aktuelle Lage in den USA wird „Blood & Sinners“ noch stärker. Die Migrationsbehörde ICE macht gezielt Jagd auf nicht-weiße Menschen im Land, und das Leben wird für diese nicht mehr sicher. Und so zeigt dieser Gruselfilm ein knappes Jahr nach dem Kinostart umso mehr, warum das mit Blick auf die Geschichte der USA der eigentliche Horror ist.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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