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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Netzwelt > Tesla vs. Waymo: Reichen Kamerasensoren bei fahrerlosen Autos?
Netzwelt

Tesla vs. Waymo: Reichen Kamerasensoren bei fahrerlosen Autos?

Benjamin Lehmann
Zuletzt aktualisert 26. Januar 2026 09:48
Von Benjamin Lehmann
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3 min. Lesezeit
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In immer mehr US-amerikanischen Städten gibt es sie: Selbstfahrende Robotaxis. In San Francisco, Los Angeles, Las Vegas, Miami, Phoenix oder Atlanta fahren bereits Robotaxis und Austin in Texas gilt als eines der wichtigsten Testfelder für die selbstfahrenden Fahrzeuge. Neben kleineren Firmen wie Zoox, das Autos in Las Vegas betreibt, liefern sich vor allem Tesla, die Firma von Elon Musk und die Alphabet-Tochter Waymo einen heftigen Kampf um Marktanteile.

Inhaltsübersicht
Sensortechnik: Waymo setzt zusätzlich Radar und Lidar einTeslas FSD beschränkt sich auf konventionelle KamerasIn Austin jetzt auch Tesla-Autos ohne Fahrer unterwegsTechnikgeschichte: Immer wieder siegt das günstigere System

Sensortechnik: Waymo setzt zusätzlich Radar und Lidar ein

Einer der Hauptunterschiede ist dabei die Sensortechnik, die die Firmen als Grundlage für die Robotaxis einsetzen. Waymo verwendet – ähnlich wie beispielsweise Mercedes oder BMW bei ihren selbstfahrenden Autos – eine Kombination aus konventionellen Kameras, Radar und Lidar. Während Radar mit Radiowellen arbeitet, sendet Lidar (Light Detection and Ranging) in schneller Folge Laserstrahlen aus. Durch die Erkennung der Lichtpunkte wird ein ständig aktualisiertes virtuelles Umgebungsbild erstellt.

Teslas FSD beschränkt sich auf konventionelle Kameras

Dagegen arbeitet das FSD-System (Full Self Driving) von Tesla ausschließlich mit Kameras. Dadurch werden weniger Umgebungsdaten erhoben, aber das System ist zugleich wesentlich günstiger als die Sensortechnik von Waymo. Bisher wurde FSD als Fahrerassistenzsystem klassifiziert. Das hatte zur Folge, dass in den Robotaxis von Tesla zum Beispiel in San Francisco immer noch Menschen als Kontrollfahrer sitzen mussten.

In Austin jetzt auch Tesla-Autos ohne Fahrer unterwegs

Doch jetzt hat Elon Musk bestätigt, dass die Tesla-Modelle in Austin auch ohne Fahrer unterwegs sind. Sein KI-Chefingenieur Ashok Elluswamy postet bei „X“, dass zunächst nur einige Fahrzeuge der bisherigen Tesla-Robotaxis ohne Begleitfahrer eingesetzt würden und die Website Teslamag.de berichtet, dass die Fahrzeuge möglicherweise durch Begleitfahrzeuge überwacht würden. Aber die Richtung ist klar: Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos kündigte Musk an, dass Tesla in den USA bis Ende 2026 ein breites Netz fahrerloser Robotaxis anbieten werde.

Technikgeschichte: Immer wieder siegt das günstigere System

Sollte FSD in Austin als Technikgrundlage für das selbstfahrende Auto ausreichen, hätte Tesla einen enormen Kostenvorteil bei der Ausstattung der Robotaxis. Das könnte ein entscheidender Punkt bei der weiteren Entwicklung und Ausstattung von Robotaxis und selbstfahrenden Autos insgesamt sein. Es wäre auch nicht das erste Mal in der Technik-Geschichte, dass sich das günstigere System durchsetzt. Allerdings ging es in der Vergangenheit eher um Videorekorder, Speichersticks oder Datenübertragung – in der Regel alles nicht lebensgefährlich.

 

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Von Benjamin Lehmann
Benjamin Lehmann schreibt für das Ressort Netzwelt der WirtschaftsRundschau. Mit seinem Fachwissen in digitalen Technologien und Internetkultur informiert er über aktuelle Trends und Innovationen und bietet den Lesern wertvolle Einblicke in die digitale Welt.
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