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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Zu wenig Blutspenden – Herausforderung für das Rote Kreuz
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Zu wenig Blutspenden – Herausforderung für das Rote Kreuz

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 14. August 2024 06:49
Von Michael Farber
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3 min. Lesezeit
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Generell gehört Oberbayern zu den spendenstarken Regionen Bayerns, sagt Patric Nohe, Sprecher vom Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes. Trotzdem liegt hinter dem Verband eine schwierige Zeit: Viele Feiertage im Mai mit Brückentagen und dann die Fußball-EM im Juni führten zu weniger gut besuchten Blutspende-Aktionen. Dazu kamen Festivals sowie Großkonzerte im Sommer. „Es gibt einfach viele Konkurrenzveranstaltungen und da müssen wir eine bessere Koexistenz schaffen“, so Patric Nohe, Sprecher des Blutspendediensts des Bayerischen Roten Kreuzes. Außerdem seien einige Termine wegen der Flutkatastrophe ausgefallen.

Inhaltsübersicht
Versorgung nur mit großem Aufwand möglichBlutspenderinnen und -spender müssen jünger werdenNoch Potenzial bei spendefähigen Menschen

Versorgung nur mit großem Aufwand möglich

Aktuell könne man den täglichen Bedarf von durchschnittlich 2.000 Blutspenden in Bayern zwar gerade so decken – allerdings nur mit einem großen logistischen und kommunikativen Aufwand.

Spendentermine müssten zum Beispiel so koordiniert werden, dass keine Versorgungslücken entstehen – denn Blutkonserven sind nur begrenzt haltbar und können nicht auf Vorrat lagern. „Eigentlich bräuchte man auch Puffer-Reserven, um Tage zu kompensieren, an denen weniger Leute zum Spenden kommen“, sagt BRK Sprecher Nohe. Vor allem in den Sommerferien müsse man sich auf einige solcher Tage einstellen, denn viele seien im Urlaub, der Bedarf aber unverändert hoch.

Blutspenderinnen und -spender müssen jünger werden

Aktuell würden auch die Temperaturen von über 30 Grad viele Menschen vom Spenden abhalten – und zwar vor allem die etwas Älteren. Eine wichtige Gruppe beim Blutspenden: „Im Moment sind die Babyboomer das Fundament für Blutspenden. Die werden aber zunehmend selbst Spenden benötigen“, sagt BRK Sprecher Nohe.

Das Durchschnittsalter von rund 46 Jahren bei Spenderinnen und Spendern in Bayern sei einfach zu hoch. Durch den demografischen Wandel bräuchte es „ein breiteres Fundament“ – also mehr junge Leute, die konsequent und regelmäßig bereit seien, Blut zu spenden. „Jede Generation braucht ihre eigenen Spenderinnen und Spender.“

Noch Potenzial bei spendefähigen Menschen

Dabei gäbe es Potenzial: Rund drei Millionen Menschen sind im letzten Jahr zu Spendeterminen erschienen. Das sind nur fünf Prozent aller Menschen, die in Bayern spenden könnten. In ganz Deutschland sind es sogar nur drei Prozent. Und die decken den gesamten Bedarf ab, sagt BRK Sprecher Nohe. „Es würde schon reichen, wenn jeder zwei bis dreimal zum Blutspenden gehen würde.“

Um mehr, vor allem jüngere Menschen zu gewinnen, wirbt der Blutspendedienst seit Juni verstärkt auf Social Media, wie etwa auf Instagram oder Facebook. Unter anderem mit Fußballstar Toni Kroos und Sängerin Shirin David.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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