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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > MAN baut 2.300 Stellen in Deutschland ab – 1.700 davon in Bayern
Wirtschaft

MAN baut 2.300 Stellen in Deutschland ab – 1.700 davon in Bayern

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 20. November 2025 11:49
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Der Lastwagen- und Bushersteller MAN will in Deutschland rund 2.300 Stellen abbauen. Das soll über zehn Jahre hinweg und „absolut sozialverträglich“ passieren, wie ein Sprecher sagte. Kündigungen sind nicht geplant. Am stärksten betroffen ist der Hauptstandort München mit 1.300 Jobs, in Salzgitter sollen 600 und in Nürnberg 400 Stellen wegfallen. Laut einem Sprecher fallen damit weniger Stellen weg, als Mitarbeiter in dem Zeitraum in Rente gehen. Man werde also auch weiterhin Menschen einstellen und bleibe ein heimischer Nutzfahrzeughersteller. „Alle unsere Produktionsstandorte in München, Nürnberg, Salzgitter und Wittlich sollen erhalten bleiben.“ Zugleich soll in den nächsten fünf Jahren eine Milliarde Euro an den deutschen Standorten investiert werden.

Inhaltsübersicht
„Anhaltend schwächelnden Truck-Markt“IG Metall sorgt sich um Standorte

„Anhaltend schwächelnden Truck-Markt“

MAN müsse sich dem „anhaltend schwächelnden Truck-Markt in Deutschland anpassen und seine Kostenposition weiter verbessern“, begründet das Unternehmen den Schritt. Belastend seien hohe Strom- und Arbeitskosten und der steigende Druck der asiatischen Konkurrenz. Das schlage sich auch auf die Rendite nieder. „Wir gehen jetzt in eine Hochinvestitionsphase und müssen anhaltend Gewinne erwirtschaften, um unser Produktportfolio auszuweiten,“ so ein Sprecher. Bei den Nutzfahrzeugherstellern in Europa fange die Transformation mit elektrischen Trucks gerade erst an.

IG Metall sorgt sich um Standorte

IG Metall und Betriebsrat kritisieren die Pläne von MAN scharf – darin seien Verlagerungen von Produktion nach Polen enthalten. Diese gefährdeten „auf lange Sicht die Existenz des Münchner Stammwerks“, sagt Sybille Wankel von der IG Metall. Die Herzstücke der Lkw-Produktion wanderten nach Polen, befürchtet sie. „Wenn künftig alle Teile für einen Lkw in Polen gefertigt und von dort nur für die Montage nach München transportiert werden, liegt auf der Hand, dass irgendwann auch die Montage in München zur Disposition steht.“

Die Gesamtbetriebsratsvorsitzende Karina Schnur wirft MAN zudem mangelnde ernsthafte Verhandlungsbereitschaft über Alternativen vor. „Ich bin entsetzt über das Verhalten des Unternehmens. Das Management war zu keinem Zeitpunkt bereit, ernsthaft über Alternativen zu den Verlagerungsplänen zu diskutieren. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Menschen, die sich hier in München für ihre MAN tagtäglich mit voller Kraft einsetzen.“

Mit Informationen von dpa und Reuters.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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