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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Städtetag fordert mehr Geld für einen zukunftsfähigen ÖPNV
Wirtschaft

Städtetag fordert mehr Geld für einen zukunftsfähigen ÖPNV

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 26. September 2024 15:54
Von Christin Freitag
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2 min. Lesezeit
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Die Lösung könne nur darin liegen, den ÖPNV grundlegend zu modernisieren. „Ein günstiges Ticket bringt nichts, wenn das Angebot nicht stimmt“, sagt der Geschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy. Nur so würden die Menschen das Angebot auch annehmen. Darüber sind sich die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister aus ganz Deutschland einig, die heute in einem Straubinger Hotel zusammengekommen sind.

Inhaltsübersicht
Mehr Geld für den Ausbau des ÖPNVAuch das aktuelle Angebot ist in GefahrKommunale Verkehrsbetriebe mit großen DefizitenStreit bei der Finanzierung

Mehr Geld für den Ausbau des ÖPNV

„Für mehr Busse und Bahnen mit kurzen Taktzeiten und attraktiven Netzen sowie das dafür nötige Personal brauchen wir vor Ort deutlich mehr Mittel“, erklärt Dedy weiter. Seiner Meinung nach müssen Bund und Länder grundsätzlich mehr Geld in die Hand nehmen, um den ÖPNV attraktiver zu machen. Ein gutes Zeichen der Landesverkehrsminister sei es aber, dass jetzt Klarheit über den künftigen Preis geschaffen wurde.

Auch das aktuelle Angebot ist in Gefahr

Ohne zusätzliche Mittel sei es nicht einmal möglich, das aktuelle Angebot aufrechtzuerhalten. Einige Städte könnten bald gezwungen sein, ihre Fahrpläne auszudünnen oder sich komplett aus dem Deutschlandticket zu verabschieden.

Der Präsident des Deutschen Städtetags, Oberbürgermeister Markus Lewe aus Münster, fordert: „Investitionsentscheidungen, die wir jetzt für den Nahverkehr treffen, werden erst Jahre später wirksam – neue Busse und Bahnen müssen jetzt angeschafft, neue Strecken jetzt geplant und zügig gebaut werden.“

Kommunale Verkehrsbetriebe mit großen Defiziten

Wie so oft geht es also vor allem um eins: ums Geld. Und damit um die Frage, wer die Einnahmeausfälle der kommunalen Verkehrsunternehmen durch das Deutschlandticket auffängt. Der größte Verkehrsbetrieb in Bayern, der Münchener MVV, rechnet mit einem Verlust von bis zu 300 Millionen Euro in diesem Jahr.

Streit bei der Finanzierung

Die Finanzierung ist bis 2025 geregelt: 1,5 Milliarden Euro kommen vom Bund, 1,5 Milliarden Euro von den Ländern. Laut Städtetag liegen die tatsächlichen Kosten aber schon im kommenden Jahr bei 4,2 Milliarden Euro und der Bund wolle die nicht mehr zur Hälfte übernehmen. Länder und Kommunen könnten das Defizit allein nicht stemmen. Eine Erhöhung des Ticketpreises war also nicht mehr vermeidbar.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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