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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wirtschaft > Bosch Rexroth streicht bayernweit über 300 Stellen
Wirtschaft

Bosch Rexroth streicht bayernweit über 300 Stellen

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 7. November 2024 07:49
Von Christin Freitag
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3 min. Lesezeit
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Nach der Ankündigung von Schaeffler, bis zu 700 Stellen im Schweinfurter Werk zu streichen, trifft die nächste Hiobsbotschaft die bayerische Wirtschaft: Die Bosch Rexroth AG hat angekündigt, im Freistaat zusammengerechnet über 300 Stellen „sozialverträglich“ abbauen zu wollen. Betroffen sind Standorte in Unterfranken und Schwaben.

Inhaltsübersicht
Stellenabbau an Standorten für MobilhydraulikIG Metall Schweinfurt: Entscheidung „existenzgefährdend“Ankündigung treffe Region Haßberge besonders hart

Stellenabbau an Standorten für Mobilhydraulik

Bis Ende 2027 sollen im Werk in Augsfeld, einem Stadtteil von Haßfurt, 135 Stellen gekürzt werden. Das entspricht knapp einem Drittel der Belegschaft. In Elchingen bei Neu-Ulm werden außerdem bis 2025 nach Unternehmensangaben rund 165 Stellen gestrichen, dazu entfallen 15 Stellen am Hauptsitz in Lohr am Main.

Bosch Rexroth beschäftigt am Standort Lohr rund 5.300 Menschen. Dort sollen in verschiedenen Bereichen ohnehin 240 Stellen bis 2026 abgebaut werden, hieß es bereits im September. Die jetzt bekannt gegebenen Einsparungen betreffen laut Bosch Rexroth die Standorte für Mobilhydraulik. Insgesamt sollen an diesen Standorten rund 250 Stellen wegfallen, überwiegend in Elchingen und dem baden-württembergischen Horb. „Um wettbewerbs- und zukunftsfähig zu bleiben, will Bosch Rexroth die Produktion bestimmter Produktgruppen im Bereich Mobilhydraulik innerhalb der bestehenden Werke stärker bündeln und automatisieren.“

IG Metall Schweinfurt: Entscheidung „existenzgefährdend“

Die Gründe für die Stellenstreichungen sind einer Unternehmenssprecherin zufolge in Augsfeld zudem konjunkturell. Die Stellen sollten „sozialverträglich“ abgebaut werden. Thomas Höhn, erster Bevollmächtigter der IG Metall Schweinfurt, hält die Entscheidung für den Standort in Augsfeld „für den Standort existenzgefährdend“, dies verspreche keine Zukunftsfähigkeit. Der nächste Schritt sei die Werkschließung, so Höhn. Das wolle die IG Metall aber mit aller Macht verhindern.

Ankündigung treffe Region Haßberge besonders hart

„Wir fordern das Management auf, alternative Lösungen zu prüfen, um die Arbeitsplätze zu erhalten“, ergänzt Ingo Pflugmacher, der Betriebsratsvorsitzende am Standort Augsfeld. Björn Mannß, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Schweinfurt, sagt: „Diese Ankündigung trifft die Haßberge besonders hart, da es hier ohnehin nur wenige Industriearbeitsplätze gibt. Ein Verlust von bis zu 135 Stellen wäre ein schwerer Schlag für die lokale Wirtschaft und die betroffenen Familien.“ Zusammen mit dem Betriebsrat wolle die Gewerkschaft jetzt intensiv das weitere Vorgehen beraten. Aber klar sei: Die Zeichen stünden auf Widerstand gegen diese Ankündigung des Managements.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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