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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Wirbel um Streitschrift: Siegte Trump mit „negativen Vorzügen“?
Kultur

Wirbel um Streitschrift: Siegte Trump mit „negativen Vorzügen“?

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 6. November 2024 19:51
Von Uta Schröder
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5 min. Lesezeit
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„Demokratie ist die Theorie, dass die Durchschnittsbürger genau wissen, was sie wollen, und verdient haben, genau das so richtig gut und heftig serviert zu bekommen“, schrieb der amerikanische Journalist und Satiriker Henry L. Mencken (1880 – 1956) in seiner ironischen Sprüche-Sammlung „Kleines Buch in C-Dur“ aus dem Jahr 1916. Kolumnist Desmond Lachman knüpfte für „The National Interest“ direkt daran an: „Nach Donald Trumps Wahlsieg wird der Durchschnittsbürger bald verstehen, was Mencken damit meinte. Wenn Herr Trump das Wirtschaftsprogramm umsetzt, das er im Wahlkampf skizziert hat, wird unsere Wirtschaft in den nächsten vier Jahren einiges durchmachen müssen.“

Inhaltsübersicht
„Jede neue Idee ist verdächtig“„Leute, deren Denken von Gefühlen beherrscht wird“„Das ist es, was sie mögen“

Wenige Jahre nach dem oben zitierten Bonmot kam Mencken auf seinen Spott zurück, woran Hollywood-Star Bette Midler erinnerte. Die Schauspielerin, Sängerin und langjährige Trump-Gegnerin postete in ihrer Wut über das Wahlergebnis ein längeres Zitat aus einem Zeitungsartikel von Mencken. Die Publikumsbeschimpfung aus der in Baltimore erscheinenden „Evening Sun“ vom 26. Juli 1920 hatte schon nach dem ersten Wahlsieg von Trump 2016 in den Medien als hellsichtige Analyse Furore gemacht. Kurz nach ihrer Wortmeldung löschte Bette Midler übrigens ihren Account auf X, womöglich, weil Eigentümer Elon Musk Trump im Wahlkampf unterstützte.

„Jede neue Idee ist verdächtig“

„Erstes und letztes Ziel eines Politikers ist es, Wählerstimmen zu bekommen und der sicherste aller Wege dorthin ist es, dem einfachen Mann wie ein einfacher Mann vorzukommen“, schrieb Mencken: „Das bedeutet, bis zum Rand mit schwabbeligen, banalen, kindischen Ideen angefüllt zu sein, die keinerlei Vorurteil in Frage stellen und den Verstand nicht mit einer kritischen Überprüfung belasten.“ Mit „positiven“ Verdiensten lasse sich in den USA in der „Spätphase der demokratischen Aufklärung“ kein Mandat mehr erreichen, nur mit „negativen“ charakterlichen Vorzügen, und damit sei „schlichtweg Unverwundbarkeit“ gemeint.

Die Masse der Amerikaner scheue „neue und revolutionäre Ideen“, so Mencken. Nicht von ungefähr habe sich in den USA das Prinzip der „Rechtgläubigkeit“ durchgesetzt, wie sie im Mittelalter in der Kirche gang und gäbe gewesen sei: „Nur hier in Amerika hat sie sich auf alle Geistesgebiete ausgebreitet. Nur hier wird jede neue Idee auf jeglichem Feld mit Anstößigkeit gleichgesetzt und von der großen Masse der rechtgläubigen Leute auf geheimnisvolle Weise der Unmoral verdächtigt.“

„Leute, deren Denken von Gefühlen beherrscht wird“

Wenn ein Kandidat in den Wahlkampf ziehe, habe er nicht etwa verständige Menschen vor sich, sondern einen „Mob“, dessen herausragende Eigenschaft sei, keine einzige Idee abwägen oder auch nur nachvollziehen zu können, so der legendäre Kulturkritiker: „Das sind Leute, deren ganzes Denken von Gefühlen beherrscht wird, unter denen das prägendste der Überdruss an für sie unverständlichem Zeug ist.“

Bei lokalen Wahlkämpfen könnten verständige Kandidaten noch mit der Kraft ihrer Persönlichkeit durchdringen, auf nationaler Ebene nicht: „Dann stehen die Wetten auf den Mann, der von Natur aus der hinterhältigste und mittelmäßigste ist – den Mann, der am geschicktesten den Verdacht ausräumen kann, sei Kopf sei völlig hohl.“ An einem „großen und ruhmreichen Tag“ würden die einfachen Amerikaner ihre Sehnsucht stillen und einen „ausgemachten Irren“ ins Weiße Haus schicken.

„Das ist es, was sie mögen“

Vielen seien die Worte von Mencken „unbequem“, heißt es in der konservativen britischen „Daily Mail“. Donald Trump sei „vulgär, unberechenbar und scheinbar bereit, den Rechtsstaat zu seinem eigenen Vorteil zu missbrauchen“, aber anders als viele glaubten, halte ihn die Mehrheit der Amerikaner für einen Garanten von Stabilität und Sicherheit – und gerade nicht für einen „Kandidaten des Wandels“.

Ähnlich sieht es Kolumnist Hamilton Nolan, auch er mit ausdrücklichem Verweis auf Mencken: „Kamala Harris trat gegen einen Mann an, der ständig lügt und eindeutig rassistisch ist und keinen zusammenhängenden Absatz sprechen kann und die Bevölkerungsgruppen, die die Mehrheit der Bevölkerung ausmachen, persönlich beleidigt hat. Die Leute wissen genau, gegen wen sie antrat. Sie wissen genau, wer er ist. Die meisten Leute, so stellt sich heraus, ziehen ihn einfach vor. Das ist es, was sie mögen.“

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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