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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Was Sie über die Asiatische Tigermücke wissen sollten
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Was Sie über die Asiatische Tigermücke wissen sollten

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 24. Mai 2025 10:48
Von Michael Farber
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4 min. Lesezeit
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Die Asiatische Tigermücke, auch Aedes albopictus, breitet sich mittlerweile in vielen EU-Ländern aus, darunter in Deutschland, Österreich, Spanien, Frankreich, Italien und Belgien, wie ein Bericht des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) (externer Link) aus dem Jahr 2024 belegt. Welche Gefahren sind mit dem Vorkommen der Asiatischen Tigermücke in europäischen Ländern verbunden und was kann man dagegen tun?

Inhaltsübersicht
Wo kommt die Asiatische Tigermücke vor?Welche Krankheiten überträgt die Asiatische Tigermücke?Wie sehen Tigermücken aus?Wie können Tigermücken bekämpft werden?Ist eine Impfung möglich?

Wo kommt die Asiatische Tigermücke vor?

Die Asiatische Tigermücke ist insbesondere in Südostasien heimisch, breitet sich aber aufgrund des Klimawandels und des internationalen Reiseverkehrs auch hierzulande aus. In Deutschland wurde die Stechmücke bisher vor allem im Südwesten nachgewiesen, aber auch in Thüringen, Bayern und Berlin, so das Deutsche Ärzteblatt (externer Link) im Juli 2024.

In Bayern war die Asiatische Tigermücke im Jahr 2023 in zehn bayerischen Landkreisen nachweisbar, 2024 waren es bereits 17 Landkreise. Bisher handelt es sich noch um Einzelfunde. Diese machten aber deutlich, dass die Tigermücke in Bayern nachweislich angekommen und eine weitere Ausbreitung sehr wahrscheinlich sei, so das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) im bayerischen Stechmücken-Monitoring 2024/2025 (externer Link).

Welche Krankheiten überträgt die Asiatische Tigermücke?

Die Asiatische Tigermücke kann Überträgerin tropischer Viren wie zum Beispiel dem Dengue-, Chikungunya-, Zika- und dem West-Nil-Virus sein. Weit mehr als zwanzig vor allem aus den Tropen bekannte Krankheitserreger kann diese Stechmücke insgesamt laut Experten übertragen.

Wer von einer Asiatischen Tigermücke gestochen wird, muss aber nicht zwangsläufig krank werden. Voraussetzung für eine Infektion ist, dass die Tigermücken-Weibchen das Virus durch das Blutsaugen an einer infizierten Person aufnehmen. Erst wenn eine Stechmücke das Virus in sich trägt, kann sie es bei einem Stich auch übertragen. Das Risiko, sich in Deutschland mit Denguefieber anzustecken, ist sehr gering.

„Mückenübertragene Krankheiten treten in Deutschland derzeit in erster Linie als importierte Infektionen auf, d.h. bei Reiserückkehrenden, die sich in einem Land mit endemischem Vorkommen von Krankheiten (z.B. Malaria, West-Nil-Fieber, Dengue-Fieber, Chikungunya-Fieber, Zika-Fieber) infiziert haben. Durch den Klimawandel könnten jedoch autochthone Fälle – d.h. in Deutschland erworbene Infektionen – künftig auftreten bzw. zunehmen“, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI)[externer Link].

Generell gilt: Wer nach einem Mückenstich Fieber, Gelenk-, Kopfschmerzen oder einen Hautausschlag bekommt, sollte dringend einen Arzt aufsuchen. Eine unbehandelte Infektion kann tödlich enden.

Wie sehen Tigermücken aus?

Charakteristisch für die Tigermücke ist ihre Schwarz-Weiß-Musterung auf Körper und Beinen. Sie ist zudem mit drei bis acht Millimetern Körpergröße recht klein.

Wie können Tigermücken bekämpft werden?

Wer Wasseransammlungen vermeidet, kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Ausbreitung der Tigermücke zu reduzieren. Friedhöfe und Schrebergärten sind ideale Brutstätten für Mücken, wenn dort stehendes Wasser zu finden ist. Deshalb sollten Gießkannen so aufgehängt werden, dass das Wasser ablaufen kann und sich keine Wasserlache bildet. Auf Regentonnen sollten zur Mücken-Abwehr engmaschige Schutzgitter liegen. Auch Planschbecken, Vogeltränken, Vasen oder Ähnliches sollten einmal pro Woche geleert oder das Wasser ausgetauscht werden.

Wer eine verdächtige Mücke sieht, sollte das dem zuständigen Gesundheitsamt melden oder sie an das Bürgerforscher-Projekt „Mückenatlas“ (externer Link) schicken.

Ist eine Impfung möglich?

Gegen das Dengue-Virus empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) (externer Link) nur denjenigen eine Impfung, die in Gebiete mit einer hohen Infektionsgefahr reisen, sowie denjenigen, die schon einmal eine Dengue-Infektion hatten.

Gegen das von Mücken übertragene Chikungunya-Virus hat die EU-Kommission den ersten Impfstoff 2024 zugelassen. Seit März 2025 ist er auch in Deutschland verfügbar. Die Impfung ist für Erwachsene ab 18 Jahren zugelassen.

Einen Impfstoff gegen das von der Asiatischen Tigermücke übertragene Zikavirus gibt es hingegen noch nicht, ebenso wenig wie gegen das West-Nil-Fieber.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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