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Wirtschaft

Spotify wird teurer – lohnt sich jetzt der Wechsel?

Christin Freitag
Zuletzt aktualisert 11. August 2025 08:54
Von Christin Freitag
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4 min. Lesezeit
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Die Nachricht kam wenig überraschend, sorgte aber dennoch für Aufsehen: Spotify hebt erneut die Preise an. Künftig soll das Premium-Abo monatlich zwölf Euro kosten – mehr als bei den meisten Konkurrenten. Und das, obwohl Spotify in Sachen Klangqualität und Funktionen teils hinterherhinkt. Für viele Nutzer ist das der Anlass, sich nach Alternativen umzusehen.

Inhaltsübersicht
Weniger Sound fürs Geld?Fazit: Ein Wechsel kann sich lohnen

Weniger Sound fürs Geld?

Die Kritik ist nicht neu: Während andere Streaming-Anbieter wie Apple Music, Tidal oder Amazon Music Unlimited längst Musik in verlustfreier Qualität streamen, bleibt Spotify beim komprimierten AAC-Format. Das schon vor Jahren angekündigte HiFi-Angebot lässt weiter auf sich warten. Und wenn es kommt, dann vermutlich gegen einen Aufpreis.

Mit rund 100 Millionen Songs liegt Spotify beim Musikkatalog auf Augenhöhe mit Apple, Tidal und Deezer; die Unterschiede sind kaum spürbar. Spotify versucht, sich mit Podcasts und Hörbuch-Stunden abzuheben – doch wer Wert auf Musik legt, findet bessere Angebote. Alle Vor- und Nachteile der bekanntesten Musik-Streaming-Anbieter:

Apple Music: Klarer Sound, gutes Gesamtpaket

Apple Music punktet mit hoher Klangqualität, einer durchdachten App und einer wie erwartet geschmeidigen Integration ins Apple-Ökosystem. Auch Android-Nutzer können den Dienst problemlos nutzen. Mit 10,99 Euro im Monat für Einzelpersonen ist das Abo günstiger als bei Spotify – und bietet mehr fürs Geld – zumindest für Musikliebhaber.

Amazon Music Unlimited: Gut für Prime-Kunden

Besonders für Amazon-Prime-Mitglieder ist Amazon Music Unlimited interessant. Sie zahlen nur 9,99 Euro pro Monat und erhalten Zugang zu 100 Millionen Songs, vielen Podcasts und verlustfreier Audioqualität. Auch ein spezielles Echo-Abo für 5,49 Euro ist verfügbar – allerdings nur für ein Gerät.

Deezer: Viel Auswahl, smarte Playlists

Deezer ist einer der ältesten und bekanntesten Spotify-Konkurrenten. Der Musikdienst bietet mit über 120 Millionen Titeln eine der größten Bibliotheken. Die Flow-Funktion schlägt auf Basis des eigenen Hörverhaltens passende Songs vor. Das Premium-Abo kostet 11,99 Euro pro Monat – ähnlich wie Spotify, aber mit verlustfreier Musik im FLAC-Format und deutlich mehr Optionen für Familien oder Paare.

Tidal: Für Klang-Enthusiasten

Tidal wurde bereits 2015 vom Rapper Jay-Z übernommen, der den Dienst gemeinsam mit Künstlern wie Beyoncé, Rihanna und Kanye West als Mitgesellschafter neu positionierte. 2021 verkaufte Jay-Z die Mehrheit an den Zahlungsdienstleister Block Inc. (ehemals Square), des Twitter Gründers Jack Dorsey.

Tidal setzt kompromisslos auf Soundqualität. Wer Musik in Master-Qualität hören möchte, ist hier richtig. Seit dem 10. April 2024 bietet Tidal lediglich einen Einzeltarif zum Preis von 10,99 € im Monat, der sämtliche Premium Audioformate wie CD Qualität, Hi Res FLAC (bis 24 Bit/192 kHz), Dolby Atmos und Sony 360 Reality Audio einschließt. Damit ist Tidal günstiger als Spotify und liefert in puncto Klangqualität deutlich mehr – ergänzt durch exklusive Inhalte und Künstler-kuratierte Playlists.

YouTube Music: Viel Video, wenig Hifi

YouTube Music glänzt mit einer riesigen Vielfalt – besonders bei Remixen, Live-Aufnahmen und Musikvideos. Der Klang ist allerdings nur mittelmäßig. Wer ohnehin YouTube Premium nutzt, bekommt den Musikdienst ohne Aufpreis dazu.

Fazit: Ein Wechsel kann sich lohnen

Wer besseren Klang, mehr Funktionen oder günstigere Familienmodelle sucht, hat die freie Wahl. Die meisten Dienste bieten kostenlose Testphasen, ein Wechsel kostet nichts, bringt aber oft deutlich mehr Hörgenuss.

 

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Christin Freitag ist eine erfahrene Wirtschaftsjournalistin und Analystin, die sich auf Finanzmärkte, Unternehmensstrategien und Wirtschaftspolitik spezialisiert hat. Mit über 10 Jahren Erfahrung liefert sie fundierte Analysen und tiefgehende Einblicke für die Leser der WirtschaftsRundschau.
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