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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Köche und Söldner: „Wallenstein“ an den Münchner Kammerspielen
Kultur

Köche und Söldner: „Wallenstein“ an den Münchner Kammerspielen

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 6. Oktober 2025 17:48
Von Uta Schröder
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4 min. Lesezeit
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Es ist Krieg. Und der Rubel rollt. Der Krieg ist eben auch nur ein Business und das Business läuft gut. Das war zu Wallensteins Zeiten im Dreißigjährigen Krieg nicht anders als heute. Deshalb münzt Hausregisseur Jan-Christoph Gockel Schillers „Wallenstein“-Trilogie auf die Söldnerfürsten unserer Zeit: Kein anderer erfüllt dieses Klischee so gut wie er: Jewgeni Prigoschin, Anführer der Söldner-Gruppe Wagner, die für Putins Krieg in der Ukraine kämpfte.

Inhaltsübersicht
Vom Koch zum SöldnerführerSamuel Koch brilliert als WallensteinFulminantes Theatererlebnis voller Stilvielfalt

Vom Koch zum Söldnerführer

Der russische Schauspieler Sergei Okunev hat zwei Jahre lang über Prigoschin recherchiert und davon erzählt er am Anfang dieses Theatermarathons: „Die Idee ist inspiriert von Schillers Trilogie Wallenstein und ich suche dokumentarisches Material, das den Alltag und das innere Leben der Söldner beschreibt.“ Es sei sehr schwierig gewesen, Söldner zu kontaktieren, so Okunev weiter. Denn: Sie reden nicht besonders gern. „Ich recherchierte einfach weiter, die Geschichte und die Struktur der Wagner-Gruppe. Und die Ergebnisse meiner Recherche sind sehr umfangreich. Aber Leute, wir haben heute sieben Stunden Zeit. Und um wirklich alles zu schaffen, fange ich mit dem Ende an. Das hier ist das Ende. Das Ende der Karriere von Jewgeni Prigoschin. Aka: Putins Koch.“

Prigoschins Ende? Der russische Söldner fiel mit seinem Privatjet vom Himmel, weil er – so die offizielle Darstellung – darin mit Handgranaten jongliert haben soll. Sein Spitzname – Putins Koch – ist unbedingt wörtlich zu nehmen. Bevor er ins Kriegsgeschäft eingestiegen ist, hat er den russischen Präsidenten in seinem Restaurant in Sankt Peterburg bewirtet. Oder ist das nicht ein und dasselbe?

Samuel Koch brilliert als Wallenstein

Kochen ist Krieg! So die steile These von Regisseur Jan-Christoph Gockel. Fleischbeschau und Fleischbeschaffung. Deshalb wird anfangs auf der Bühne geschnippelt, gebrutzelt, gehackt und mariniert, was das Zeug hält. Das ist sinnliches Theater, das durch die Nase und den Magen geht und schon ganz vergessen macht, welch harte Kost hier eigentlich aufgetischt wird. Schiller! Wallenstein! Auftritt Samuel Koch!

Samuel Koch ist seit seinem tragischen Unfall im Jahr 2010 bei der Fernsehshow „Wetten, dass..?“ querschnittsgelähmt. In der Titelrolle des Wallenstein verkörpert er ungemein beeindruckend, wie sehr er doch als Söldnerführer auf das selbstgeschaffene System von Gefolgschaft angewiesen ist. Regisseur Gockel hängt ihn an Fäden in ein Metallkonstrukt und macht ihn zur Marionette.

Das System Wallenstein wird gestützt von Opportunisten, einem Klan aus aggressiven, toxischen Männern, die auf der Bühne der Kammerspiele fast ausschließlich von Frauen dargestellt werden. Herausragend ist hier Katharina Bach in der Rolle des martialischen Illo – ein Prigoschinverschnitt mit Glatze, Tattoo und Silikonsixpack. Dieser Hülle wird sich Bach am Schluss qualvoll entledigen, während sie darüber sinniert, wie unmenschlich der Mensch ist.

Fulminantes Theatererlebnis voller Stilvielfalt

Hausregisseur Jan-Christoph Gockel weiß aus dem „Wallenstein“ ein fulminantes Theatererlebnis zu machen. Die Inszenierung strotzt vor Stilvielfalt: Eine Live-Kamera nimmt die Zuschauer mit auf die Maximilianstraße, die Musikerin Maria Moling setzt großartige Akzente am Schlagzeug und der E-Gitarre. Neben der menschlichen Marionette des Wallenstein, setzt Regisseur Gockel echte Puppen ein und Samuel Koch interpretiert Schillers Verse gekonnt, während Sergei Okunev mit seiner Prigoschin-Recherche gleich einem Trickster aus dem alten Schiller-Text plötzlich Dokumentartheater macht.

Am Ende dieses Antikriegstheaterabends bleibt ein Funken Hoffnung: Darauf, dass die Soldaten wieder Zivilisten werden. Dass der Mensch eben doch größer ist als der Krieg. Eine stille Hoffnung, solange sich am Krieg einfach so gut verdienen lässt.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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