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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Netzwelt > Nürnberg Digital Festival setzt auf Mega-Thema KI
Netzwelt

Nürnberg Digital Festival setzt auf Mega-Thema KI

Benjamin Lehmann
Zuletzt aktualisert 2. Juli 2024 13:52
Von Benjamin Lehmann
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4 min. Lesezeit
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Mehr als 220 Programmpunkte in zehn Tagen: Das Nürnberg Digital Festival, das am Montag, 1. Juli, startet, gilt in Sachen Digitalisierung als das zentrale Festival in der Region. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Thema Künstliche Intelligenz – kurz KI.

Inhaltsübersicht
Einfluss der KI wächstChancen und Risiken der KIDesinformationen durch KI in immer besserer QualitätKI und Desinformation: Unsicherheit ist großSo kann man Falschinformationen erkennenVielfältiges Programm beim Digital Festival

Einfluss der KI wächst

Die KI ist in den vergangenen Jahren zu einer der einflussreichsten und schnell wachsenden Technologien geworden, die zahlreiche Aspekte des täglichen Lebens und Arbeitsumfeldes beeinflusst, betont Festivalleiter Manuel Siegel. „KI kann unsere Arbeitsweisen und ganze Branchen verändern, indem sie hilft, Prozesse zu automatisieren, große Datenmengen zu analysieren oder innovative Lösungen für komplexe Probleme zu entwickeln“, so Siegel. Gleichzeitig birgt die neue Technologie auch Risiken. Beide Seiten will das Festival beleuchten.

Chancen und Risiken der KI

So zeigen beispielsweise zahlreiche Unternehmen, wie sie KI nutzen. Gleichzeitig wird aber auch diskutiert, ob durch KI Jobs wegfallen. Auch bei Cyberangriffen spielt KI eine immer größere Rolle. Dabei kann sie sowohl als Waffe als auch als Schutzschild genutzt werden, heißt es bei einem weiteren Programmpunkt.

Auch der Bayerische Rundfunk ist beim Nürnberg Digital Festival wieder am Start. Am Mittwoch klärt Fabian Dilger vom BR24 #Faktenfuchs online zum Thema KI und Desinformationen auf.

Desinformationen durch KI in immer besserer Qualität

KI-Anwendungen machen es nach Ansicht des BR24 #Faktenfuchs vor allem leichter, mehr Desinformation in besserer Qualität zu erzeugen, denn Programme wie Midjourney oder ChatGPT sind einfach zu bedienen. Das nutzen auch Desinformations-Akteure, sagt Dilger und gibt ein Beispiel. Im Mai dieses Jahres machte OpenAI bekannt, dass der Chatbot ChatGPT für russische Desinformationskampagnen benutzt wurde: Die unbekannten Personen erzeugten mit der KI Kommentare oder Artikel, die zum Beispiel bei X oder Facebook gepostet wurden.

KI und Desinformation: Unsicherheit ist groß

Der #Faktenfuchs beobachte solche konkreten Fälle, jedoch nehmen sie noch keinen großen Teil der Faktencheck-Arbeit ein. Und wenn, dann sind KI-generierte Inhalte bisher in der Regel als solche zu erkennen, so Dilger. Zum Beispiel eine mit KI erstellte Tonspur mit einer künstlichen Stimme von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne), in der sie eine angebliche Steuer auf Pfandsammeln ankündigte. Trotzdem beschäftigt das Thema den #Faktenfuchs: „Es sind vor allem unsere Leserinnen und Leser, die uns Fragen nach KI-generierten Inhalten stellen. Da merkt man, dass die Unsicherheit beim Publikum groß ist“, sagt Fabian Dilger vom BR24 #Faktenfuchs.

So kann man Falschinformationen erkennen

Bei Inhalten zu wichtigen oder großen Themen kann meist jeder schnell überprüfen, ob sie KI-generiert sind, so Dilger. Eine kurze Recherche reiche oft: Berichten seriöse Medien diese Nachricht? Finde ich weitere Infos oder Aufnahmen zu spektakulärem Video- oder Bildmaterial? Finde ich das Foto/Video mit einer Bilder-Rückwärtssuche anderswo im Netz? „Wenn Donald Trump mitten in New York von der Polizei abgeführt wird, dann finden Sie dazu seriöse Berichterstattung. Falls nicht, dann lohnt es sich, genauer hinzuschauen und zu überlegen, ob es sich um einen KI-Fake handelt“, sagt Dilger. Noch mehr Tipps gibt Fabian Dilger beim Digital Festival online am Mittwoch ab 13 Uhr. Hier geht es zur Anmeldung. Das Onlineseminar ist kostenlos.

Vielfältiges Programm beim Digital Festival

Das Nürnberg Digital Festival richtet sich nicht nur an ein Fachpublikum, sondern bietet auch Programm für jeden, der an digitalen Themen interessiert ist. Zudem gibt es auch Programmpunkte speziell für Kinder und Jugendliche. So können beispielsweise Kinder ab sechs Jahren spielerisch Programmieren lernen. Viele der Veranstaltungen beim Nürnberg Digital Festival sind kostenlos.

 

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Von Benjamin Lehmann
Benjamin Lehmann schreibt für das Ressort Netzwelt der WirtschaftsRundschau. Mit seinem Fachwissen in digitalen Technologien und Internetkultur informiert er über aktuelle Trends und Innovationen und bietet den Lesern wertvolle Einblicke in die digitale Welt.
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