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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Carmen Curlers: Diese dänische Serie ist das neue Mad Men
Kultur

Carmen Curlers: Diese dänische Serie ist das neue Mad Men

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 17. Oktober 2025 09:49
Von Uta Schröder
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5 min. Lesezeit
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Qualmt gleich der Fernseher? Es würde einen nicht wundern. Denn, typisch sechziger Jahre: In fast jeder Szene der Serie Carmen Curlers steckt sich irgendwer eine Zigarette an. Sei es in der Fabrik, auf dem Bauernhof, im Laden für Radiogeräte oder im Wohnzimmer darüber. Dort qualmt allerdings auch etwas anderes. „Ich habe alles vollständig unter Kontrolle“, beruhigt Kleinunternehmer Axel Byvang (Morten Hee Andersen) seine Ehefrau Tove (Rosalinde Mynster). Er dreht gerade elektrisch erhitzte Lockenwickler in ihre Haare, das Patent hat er einem Tüftler abgekauft. Doch ihr raucht davon der Kopf. Wortwörtlich.

Inhaltsübersicht
Carmen Curlers verhandelt Klassenunterschiede„Carmen Curlers“ beruht auf einer wahren GeschichteWarum Carmen Curlers an Mad Men erinnert

Wasser aus einer Blumenvase kann das Schlimmste verhindern. Bleibt das Problem, dass keiner an den Neuunternehmer und seine Lockenwickler glauben will – obwohl er all sein Erspartes in die Idee steckt. Nur Dorffriseur Frans (Nicolai Jørgensen) ist ebenso begeistert: „Wenn das funktioniert, wäre es eine Revolution für die Schönheitsindustrie.“ Denn für die damals so angesagte Wasserwelle braucht selbst der Profi mehrere Stunden. Damit die Frisur hält, müssen Frauen mit Lockenwicklern im Haar schlafen. Und so ein Styling kostet ein Vermögen.

Carmen Curlers verhandelt Klassenunterschiede

Bäuerin Birthe Windfeld (Maria Rossing), die weibliche Hauptfigur der Serie, kann sich Friseurbesuche nicht leisten. Auch nicht zur Konfirmation ihres Sohnes. Der wiederum ist kreuzunglücklich darüber, was er bei dem Fest anziehen soll. Den alten Hochzeitsanzug seines Vaters nämlich. Das Problem? „Ich will nicht arm aussehen.“ Es sind Sätze wie dieser, die Carmen Curlers, eine Serie über Oberflächlichkeiten, so tiefgründig machen.

Der Soziologe Pierre Bourdieu (Link zur Audiothek / Bayern2, Radiowissen) hat ganze Bücher mit den „feinen Unterschieden“ zwischen Arm und Reich gefüllt. Wie sich jemand kleidet, redet, was er oder sie mag, der Habitus: All das gibt auch die soziale Herkunft preis.

Und so lachen die Konfirmandinnen im Spitzenkleidchen über den Jungen im mottenzerfressenen Anzug. Der verletzte Blick des Vaters, als er die Scham in den Augen seines Sohnes sieht, lässt einen zusammenzucken. Mutter Birthe versucht währenddessen, beim Familienfoto alles zusammenzuhalten. Plötzlich joggt Lockenwickler-Unternehmer Axel durchs Bild. Dass sich die Wege von ihm und Landwirtin Birthe kreuzen, war in diesem kleinen dänischen Dorf nur eine Frage der Zeit. Kurz darauf sind sie aufeinander angewiesen: Er braucht ihre Arbeitskraft und sie jede Krone, denn ihr Mann erkrankt an Krebs.

„Carmen Curlers“ beruht auf einer wahren Geschichte

Die Serie Carmen Curlers von Drehbuchautorin Mette Heeno beruht auf der wahren Geschichte des dänischen Unternehmers Arne Byberg Pedersen, der Anfang der Sechziger den elektrischen Lockenwickler auf den Markt brachte. Vor allem aber ist sie ein Porträt der damaligen Gesellschaft. Denn während aus der qualmenden Schnapsidee die weltweit erste Fabrik für elektrische Lockenwickler wird, werden auch die Träume der Figuren immer größer.

Was wäre, wenn ich als Frau mein eigenes Geld verdiene? Den grapschenden Kollegen in die Schranken weise? Meinen Mann verlasse? Wenn Frauen sicher abtreiben könnten? Und was wäre, wenn der Erstgeborene nicht den Hof seines Vaters übernehmen muss? Ein Mann einen Mann lieben darf? Wenn auch Frauen stark und Männer schwach sein dürfen?

Warum Carmen Curlers an Mad Men erinnert

Wie die Kultserie Mad Men nimmt einen Carmen Curlers mit in die Swinging Sixties. Allerdings nicht nach New York, sondern in die dänische Provinz; und nicht in die Werbewelt, sondern in die Schönheitsindustrie. In beiden Serien treten Männer in Anzügen auf, die rauchen, trinken und frauenfeindliche Sprüche kloppen. Frauen im Cocktailkleid oder Kittel erkämpfen sich währenddessen neue Freiheiten.

Die mehrfach preisgekrönte Serie Carmen Curlers, zu sehen in der Arte-Mediathek, lässt also den Glamour vergangener Zeiten aufleben. Presst Frauen wie Männer aber auch in so enge Rollenkorsetts, dass sich das Publikum schnaufend fragen muss: Vom Sideboard aus Teakholz mal abgesehen – in solche Zeiten wollen manche zurück? Nein, danke. Aber ja, bitte, zu dieser Serie.

Die ersten beiden Staffeln der Serie Carmen Curlers sind aktuell in der Arte-Mediathek zu sehen.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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