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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Banaler Schwindel“: Russlands Unmut über Putins Propaganda
Kultur

„Banaler Schwindel“: Russlands Unmut über Putins Propaganda

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 10. Oktober 2024 19:48
Von Uta Schröder
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6 min. Lesezeit
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💡 Peter Jungblut beobachtet für BR24 Kultur die Debatten hinter den Meldungen rund um den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Dazu verfolgt er russische Medien, Telegram-Kanäle und Social Media, und wertet die Einschätzungen / Stimmen dort dazu feuilletonistisch aus und ordnet ein. So zeigen wir, wie Millionen Menschen innerhalb der russischsprachigen Welt über die Ereignisse diskutieren.

Inhaltsübersicht
„‚Neusprech‘ macht die Leute wütend“„Total ungeschickte Kampftaktiken“„Aufnahmen nicht von großem Wert“Dorf mit einem Einwohner „erobert“„Probleme mit der Logistik“

„Die Zukunft gehört innovativem Schrott“, spottet der russische Militärblogger Roman Aljechin (187.000 Fans) über die absurde Behauptung von Putins Propagandisten, alle ukrainischen Raketen würden abgeschossen und allenfalls deren „Trümmer“ würden Zerstörungen in Tanklagern und Munitionsdepots anrichten: „Wir müssen also nicht daran arbeiten, verschiedene Arten von Drohnen des Feindes zu kopieren, sondern deren Trümmer, die selbst Munitionslager in Schutt und Asche legen, die sogar Atomangriffen standhalten sollen. Diese wundersamen Trümmer sollten das Ziel all unserer Anstrengungen sein. Lasst uns die richtigen Vernichtungsmittel entwickeln und diesen Krieg sehr schnell gewinnen.“

„‚Neusprech‘ macht die Leute wütend“

Aljechin fühlt sich nach eigenen Worten vom russischen Verteidigungsministerium „unverschämt angelogen“ und fragt sich: „Was wollen die Beamten mit solchen Lügen eigentlich erreichen, außer [George] Orwells Ideen auszuprobieren?“ Damit spielt der populäre Blogger auf das berüchtigte „Doppeldenken“ im Roman „1984“ an. In einer fiktiven Diktatur werden den Untertanen darin täglich neue „Wahrheiten“ verkündet, die sich ständig widersprechen, ohne dass das noch eine Rolle spielt.

Aljechins Kollege Alexei Schiwoff (117.000 Follower) verweist ebenfalls auf Orwells düstere Kunstwörter, um die groteske Propaganda zu verhöhnen: „An dieser ganzen Geschichte ist nicht mal das ‚Neusprech‘ relevant, das die Leute wütend macht, sondern die Tatsache, dass seit dem ersten Einschlag von Drohnen-Trümmern drei Monate vergangen sind und etwas hätte unternommen werden können gegen diese explosiven Gegenstände. Aber es scheint, als würde es niemanden interessieren.“ Schiwoff meinte ironisch, es sei nicht ausgemacht, wer die Telegram-Debatten als Erster unterbindet: die französischen Geheimdienste oder der Kreml.

„Total ungeschickte Kampftaktiken“

„Berichte über große Erfolge sind banaler Schwindel und täuschen die Verantwortlichen, was offenkundig der Glaubwürdigkeit solcher Berichte schadet“, urteilt einer der größten russischen Telegramkanäle (1,3 Millionen Fans), dem enge Verbindungen zur Generalität nachgesagt werden.

Umso verwunderlicher, wie herbe die Kritik ausfällt: „Soldaten finden sich in offenen, zerstörten Schützengräben wieder und geraten unter Artillerie- und Drohnen-Beschuss: Die Offensiv-Kräfte fallen, und deren Überreste werden vom Feind gefangen genommen oder getötet. Solche total ungeschickten Kampftaktiken, die sich auch nach all den spürbaren Verlusten an Menschen und Material nicht ändern, können getrost als Sabotage bezeichnet werden.“

„Aufnahmen nicht von großem Wert“

Eine russische Flagge, deren Foto das Vorrücken an einem Frontabschnitt dokumentieren sollte, sei mutmaßlich mit einer Drohne abgeworfen worden, so die beißende Kritik, die bisher eher von ukrainischer Seite geäußert wurde: „Irgendwie stecken hinter vielen Fehlern ebenso viele Lügen.“ Viele sinnlose Angriffe würden für die Beteiligten zu einem „One-Way-Ticket“.

Der regierungsnahen Zeitung „Iswestija“ wird gar eine „mediale Straftat“ vorgeworfen: „Aufnahmen aus einem fahrenden Auto wurden offensichtlich in einem schon früher von den russischen Streitkräften kontrollierten Gebiet gedreht und sind nicht von großem Wert.“ Die eigenen Generäle würden durch solche PR-Gags hinters Licht geführt: „Und dann werkeln unprofessionelle Militärkorrespondenten und Journalisten, die im Interesse von Lügnern handeln, an Berichten von mieser Qualität, die überhaupt nichts mit der Realität zu tun haben.“

Dorf mit einem Einwohner „erobert“

Selbst der kremlnahe Blogger Boris Roschin (900.000 Fans), sonst um keine Übertreibung verlegen, schreibt zu einem der Frontabschnitte pessimistisch: „Dort ist nicht alles so rosig wie auf den offiziellen Lage-Karten, was unsere Fortschritte betrifft.“ Ein weiterer Beobachter spricht von „Manipulationen der örtlichen Kommandeure“, die mit dem „Flaggen-Abwurf“ vertuschen wollten, dass es derzeit „keine wirklich großen Siege“ gebe. Die „fiktiven Medientriumphe“ sollten wohl die Moskauer Behörden beeindrucken.

Womöglich sind die russischen Blogger deshalb so genervt, weil der Kreml immer neue Zensur- und Überwachungsgesetze auf den Weg bringt oder damit droht. Dabei fürchten die erfolgreichen Kommentatoren weniger um ihre Meinungsfreiheit als um ihre Geschäftsmodelle, also hohe Abrufzahlen und entsprechend gute Werbeeinnahmen.

Der Exil-Kanal „Istories“ recherchierte, dass das russische Verteidigungsministerium kürzlich von der Eroberung eines „Dorfes“ fantasierte, das nach der Volkszählung von 2010 genau einen Einwohner und zwei Gebäude hatte. Ansonsten gebe es dort nur „Wälder und Äcker“.

„Probleme mit der Logistik“

Auch der normalerweise zuversichtliche staatstragende Kommentator Juri Podoljak (3,1 Millionen Fans) sprach von einer heraufziehenden „Jahreszeit schlammiger Straßen und instabilen Wetters“, weshalb es „Probleme mit der Logistik“ gebe. „Ernsthafte Fortschritte“ gebe es zumindest bei Kursk nicht, was für Putin deshalb besonders schmerzlich sein dürfte, weil es sich um russisches Territorium handelt.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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