Wim Wenders wird dieses Jahr die goldene Lola in der Kategorie „Ehrenpreis“ erhalten. Bei der Verleihung des Deutschen Filmpreises Ende Mai werde die „Ikone des Weltkinos“ für seine herausragenden Verdienste um den Deutschen Film ausgezeichnet, wie es die Filmakademie mitteilte.
Einer der bedeutendsten Filmemacher
Über die letzten fünf Jahrzehnte hinweg hat sich Wenders zwischen Spielfilmen und Dokumentarfilmen bewegt, europäische oder US-Filme gedreht. Zuletzt mit „Perfect Days“ sogar einen japanischen, der als bester internationaler Film bei den Oscars 2024 nominiert war.
Bei den Oscars ist Wenders schon seit 1999 kein Fremder mehr. Mit „Buena Vista Social Club“ über die nahezu vergessenen Altmeister kubanischer Musik wurde er zum ersten Mal nominiert. Später dann nochmal für die beiden Dokumentationen „Pina“ und „Das Salz der Erde“. Für „Pina“, einer Hommage an die deutsche Choreographin Pina Bausch, gab es schon einmal die Lola als bester Dokumentarfilm 2011.
Für Florian Gallenberger, Präsident der Deutschen Filmakademie, sei es vor allem Wenders Gabe, „Millionen von Menschen auf die wunderbarste Art und Weise“ zu bereichern, „indem er uns immer wieder zeigt, dass es die wahren Geheimnisse des Lebens erst jenseits der Fassade der profanen Realität zu entdecken gilt.“ Der 80-jährige Wenders würde es mit seinen Filmen schaffen, „den unerklärlichen Zauber und die fragile Schönheit des Lebens für einen Moment einzufangen und so für seien Zuschauer erlebbar zu machen.“ Und das nicht nur mit seinen Filmen, sondern auch seiner Fotografie und seinen Büchern.
Wenders zuletzt Jury-Präsident der Berlinale
Zuletzt war der in Düsseldorf geborene Wenders Jury-Präsident der diesjährigen Berlinale. Um das Filmfest hatte es Debatten gegeben, inwiefern sich Filmschaffende politisch positionieren müssen. Dabei wurde auch viel über eine Aussage Wenders diskutiert, als er im Rahmen einer Pressekonferenz zur Rolle des Festivals in Bezug auf Israel und Gaza sagte, dass sich das Festival aus der Politik raushalten müsse. Filmschaffende seien ein Gegengewicht zur aktiven Politik, sagte er.
Der Deutsche Filmpreis wird am 29. Mai vergeben. Die Nominierungen in 17 Kategorien werden schon am 31. März bekanntgegeben.
Mit Informationen von dpa

