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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > GEMA-Report: Besucherrekord bei Live-Konzerten
Kultur

GEMA-Report: Besucherrekord bei Live-Konzerten

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 16. Mai 2025 11:48
Von Uta Schröder
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2 min. Lesezeit
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Die GEMA hat einen neuen Report vorgelegt, der die Veränderungen in der Konzertbranche im Jahr 2024 beleuchtet. Laut Report besuchten im vergangenen Jahr 70 Millionen Menschen Konzerte, ein neuer Rekord. Der Münchner Olympiapark sticht mit 1,2 Millionen Besuchern hervor und ist damit bundesweit die besucherstärkste Konzert-Location.

Inhaltsübersicht
Aufmerksamkeits-Monopol der GroßkonzerteMitgliederfinanzierte Clubs als Lösung?

Alles bestens also im Live-Betrieb? Der Report zeigt auch eine andere Seite: Während die großen Konzerte von Stars wie Adele oder Taylor Swift mit zehntausenden Zuschauern florierten, kämpfen kleinere Veranstaltungen mit unter 500 Besuchern zunehmend ums Überleben. Zwar bilden diese kleinen Konzerte den bei weitem größten Anteil unter den Veranstaltungen, jedoch besuchen im Durchschnitt nur 122 Menschen diese Events. Ein durchschnittlicher Club bietet Platz für etwa 250 Menschen. Für die Spielstätten sowie die auftretenden Künstler dürfte es so schwierig sein, kostendeckend zu arbeiten.

Aufmerksamkeits-Monopol der Großkonzerte

Ein Teil des Problems ist, dass die lokalen Spielstätten sich nur schwer gegen die Mega-Events und deren Aufmerksamkeits-Monopol behaupten können: Der popkulturelle Fokus liegt zunehmend auf internationalen Stars und deren Mega-Events, beeinflusst auch durch Spotify-Algorithmen, Social Media und die Berichterstattung klassischer Medien.

Früher gingen große Stars nur alle paar Jahre auf Tour, um neue Alben zu bewerben. Heute sind Plattenverkäufe kaum noch relevant, der Live-Betrieb ist für viele Acts zur Haupteinnahmequelle geworden. Zudem haben viele Menschen weniger Geld zur Verfügung, was spontane Konzertbesuche erschwert. Die gestiegenen Ticketpreise tun ihr Übriges.

Mitgliederfinanzierte Clubs als Lösung?

Um diesem Trend entgegenzuwirken, haben Branchenverbände und Spielstätten einen „Live Music Fund“ gefordert. Einzahlen sollen unter anderem die Profiteure der Großveranstaltungen, also Ticket-Anbieter oder große Konzerne wie Live Nation, die damit die kleineren Konzertorte finanziell unterstützen sollen.

Auf neue staatliche Förderprogramme können die Veranstaltungsorte in Zeiten von großflächigen Kultur-Kürzungen wohl kaum hoffen. Ein weiteres Modell könnten daher mitgliederfinanzierte Clubs sein, wie etwa der kürzlich prämierte „Mood Club“ in Memmingen. In diesen Clubs sichern die Mitglieder durch kleine, aber regelmäßige Beiträge die Finanzierung. Sie können dann Konzerte gratis oder vergünstigt besuchen – oder sogar das Programm mitgestalten.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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