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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > Große Gedankenreise – Timothy Snyders Buch „Über Freiheit“
Kultur

Große Gedankenreise – Timothy Snyders Buch „Über Freiheit“

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 3. November 2024 15:46
Von Uta Schröder
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5 min. Lesezeit
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Mit seinen Forschungen zum Holocaust, darunter mit dem Buch „Bloodlands“ wurde Timothy Snyder einem breiten Publikum bekannt. In den vergangenen Jahren beschäftigte er sich verstärkt mit aktuellen Themen, beeinflusst durch die verbrecherische Politik Russlands und die Präsidentschaft von Donald Trump in den USA. Das Buch „Über Freiheit“ folgt auf den Essay „Über Tyrannei“ (2017) und die Studie „Der Weg in die Unfreiheit“ (2018).

Inhaltsübersicht
Souveränität und mehr – die Grundlagen der FreiheitTrumps große Lüge und die Songs von R.E.M.Plädoyer für eine verantwortungsvolle RegierungSimone Weil und die Idee der Nächstenliebe

Souveränität und mehr – die Grundlagen der Freiheit

Die Frage, was Freiheit ist, klingt einfach und ist dennoch komplex. Freiheit ist viel mehr als nur die Abwesenheit von Grenzen jeglicher Art, die Freiheit von etwas, so Timothy Snyder. Er wählt fünf große Begriffe, an deren Beispiel er Freiheit ergründet: Souveränität, Unberechenbarkeit, Mobilität, Faktizität und Solidarität. Ein jeder wird ausführlich beschrieben, in historisch-philosophischen Meditationen.

Es sind die Grundlagen, aus denen Freiheit erwächst. „Freiheit zählt allein für den Menschen“, so Timothy Snyder im BR-Interview. „Der Mensch wird geboren. Und er stirbt eines Tages. Auf seinem Lebensweg gibt es verschiedene Stationen. Das Argument muss dem Leben folgen. Sonst kann es nicht wahr sein. Zugleich sind das Wege, um zu zeigen, wie die Idee der Freiheit verwirklicht wurde.“

Trumps große Lüge und die Songs von R.E.M.

Timothy Snyder, einer der im besten Sinn des Wortes liberalen Denker der Gegenwart, trägt eine Vielzahl von historischen Momentaufnahmen zusammen. Im Kapitel „Unberechenbarkeit“ erzählt er unter anderem von Václav Havel und der „Charta 77“, im Kapitel „Faktizität“ von Trumps großer Lüge – seinem angeblichen Wahlsieg vom November 2020 und den Folgen: der Sturm auf das Kapitol.

Zugleich berichtet Snyder auch von der eigenen Biografie: von den Kindheitssommern auf dem Land, auf der Farm der Großeltern, von prägender Musik, darunter von der Band R.E.M., der Liebe zu Baseball, den Reisen nach Mittel- und Osteuropa, seinen Seminaren für Strafgefangene in den USA, den Begegnungen mit Menschen aus der Ukraine in der Zeit des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieges. Das Buch „Über Freiheit“ ist immer auch Selbstergründung und -befragung. „Nur wer weiß, wer er ist, kann frei sein“, so Timothy Snyder.

Plädoyer für eine verantwortungsvolle Regierung

Timothy Snyder beschränkt sich nicht auf die Analyse. Er entwirft, wie schon im Essay „Über Tyrannei“, eine Ethik. Er empfiehlt etwa, das Internet und die Sozialen Medien – mit seinen Worten: die „große Maschine“ – allenfalls in Maßen zu gebrauchen. Lieber treffe man sich persönlich mit anderen Menschen und lese Bücher, auch könne man sich in gemeinnützigen Organisationen engagieren.

Dazu kommen Überlegungen für eine verantwortungsvolle Regierung. Eine gute Bildung und überhaupt Bildungsgerechtigkeit wäre eine ihrer Aufgaben. Ebenso das Engagement für ein Recht auf eine Gesundheitsversorgung – in den USA, aber auch in vielen anderen Ländern nicht existent. Das Thema beschäftigt den Historiker seit langem, auch aufgrund seiner Erfahrungen medizinischer Versorgung infolge einer akuten, lebensbedrohlichen Erkrankung. „Gesundheit und Freiheit“, so Snyder, „sind zutiefst miteinander verbunden. Gesund zu sein, ist eine Hilfe für alles andere.“

Simone Weil und die Idee der Nächstenliebe

Timothy Snyder entfaltet große Gedankengänge. Eine der Denkerinnen, auf die sich der Historiker immer wieder beruft, ist die Französin Simone Weil. Sie meldete sich freiwillig zum Kampf im Spanischen Bürgerkrieg, auf der Seite der Republikaner. Im Zweiten Weltkrieg war sie im Londoner Exil für die Résistance tätig. Die Anerkennung der Existenz eines anderen Menschen, eines Fremden, war in ihren Augen ein Akt der Liebe.

Und: auf diese Weise, in der Anerkennung des Anderen, liebe man sich selbst wie einen Fremden – will sagen, man sieht sich in den Augen eines Fremden. Auch aus dieser Erkenntnis, aus der Empathie, kann, so Timothy Snyder, ein Weg zur Souveränität und damit zur Freiheit führen.

 

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Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
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