WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
  • Home
  • Wirtschaft
    Wirtschaft
    Die Kategorie „Wirtschaft“ in der WirtschaftsRundschau bietet umfassende Berichterstattung und Analysen zu nationalen und internationalen Wirtschaftsthemen. Hier finden Leser aktuelle Informationen zu Finanzmärkten, Unternehmensentwicklungen, Wirtschaftspolitik…
    Mehr laden
    Top Schlagzeilen
    Börsen-Ticker: DAX verliert, im Fokus Douglas und Aroundtown
    29. Mai 2024
    Nächste Förderrunde für Heizungstausch gestartet
    29. Mai 2024
    Unternehmen in Schieflage: Stadt Kelheim hilft Faserhersteller
    29. Mai 2024
    Neuste Schlagzeilen
    Trotz mehr Baugenehmigungen: Warum die Krise beim Wohnbau anhält
    10. Oktober 2026
    Betriebsversammlung bei Audi: Sorge vor dem großen Umbau
    9. Oktober 2026
    Mehr Netto vom Brutto? Wer 2027 wirklich mehr auf dem Konto hat
    9. Oktober 2026
    Erste Metall-Tarifrunde bleibt ohne Annäherung
    8. Oktober 2026
  • Netzwelt
    NetzweltMehr laden
    Million an Betrüger überwiesen: Das steckt hinter der Masche
    9. Oktober 2026
    KI-Chatbots geben Daten weiter – Was Nutzer beachten sollten
    8. Oktober 2026
    Kameras überall: Wie KI die Überwachung verändert
    7. Oktober 2026
    Wie die Bundeswehr Bewerber mit KI auf Extremismus scannt
    7. Oktober 2026
    Mutmaßlicher Hackerangriff auf Online-Händler Asos
    6. Oktober 2026
  • Wissen
    WissenMehr laden
    Energydrinks: Wie riskant sind sie für Kinder und Jugendliche?
    9. Oktober 2026
    Nach Pest-Verdacht in Russland: Was Sie wissen müssen
    8. Oktober 2026
    Fleischallergie nach Zeckenstich: Das steckt dahinter
    8. Oktober 2026
    Chemie-Nobelpreis: Das Rätsel der spiegelbildlichen Moleküle
    7. Oktober 2026
    Nagel über Medizin-Nobelpreis: „Nicht wirklich damit gerechnet“
    6. Oktober 2026
  • Kultur
    KulturMehr laden
    Dicht & Ergreifend: Wiesn-Experiment endet bei der Polizei
    10. Oktober 2026
    BR mehrfach für Grimme Online Award nominiert
    10. Oktober 2026
    Comeback des Rap-Stars: „Was ist mit Lil Nas X passiert?“
    10. Oktober 2026
    „Ragebait“ zum Jugendwort des Jahres 2026 gekürt
    10. Oktober 2026
    Bedroht Reality-TV die Trauminseln der Karibik?
    10. Oktober 2026
  • Lesezeichen
Gerade: „Ich bin, was ich bin“: Neustart am Landestheater Niederbayern
Teilen
Benachrichtigungen
Schriftgröße ändernAa
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
Schriftgröße ändernAa
  • Wirtschaft
  • Wissen
  • Kultur
  • Netzwelt
  • Home
  • Wirtschaft
  • Netzwelt
  • Wissen
  • Kultur
  • Lesezeichen
WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Kultur > „Ich bin, was ich bin“: Neustart am Landestheater Niederbayern
Kultur

„Ich bin, was ich bin“: Neustart am Landestheater Niederbayern

Uta Schröder
Zuletzt aktualisert 10. Oktober 2026 09:46
Von Uta Schröder
Teilen
5 min. Lesezeit
Teilen

 

Frauenrollen waren zu William Shakespeares Zeiten bekanntlich Männerrollen, in der englischen Renaissance gab es noch keine Schauspielerinnen. Sitte und Moral waren diesbezüglich streng, wenn auch keineswegs so streng, wie es die Mächtigen damals gerne gehabt hätten. Junge Liebhaberinnen wurden meist von femininen Knaben vor dem Stimmbruch gespielt. Aus heutiger Sicht ebenso absonderlich wie die Kastraten in der Barockoper, aber immerhin ein Hinweis darauf, dass jede Zeit ihre ganz eigene Auffassung von Anstand hat und soziale Rollen nicht etwa naturgegeben sind, sondern von der Gesellschaft zugewiesen werden, im Leben wie im Theater.

Inhaltsübersicht
„Auseinandersetzung mit Machtstrukturen“„Unterschiedliche Ästhetiken nach Niederbayern holen“„Ich bin, was ich bin“ hilft bei Identitätssuche

„Auseinandersetzung mit Machtstrukturen“

Es ist also plausibel, wenn die neue Intendantin am Landestheater Niederbayern, Astrid Großgasteiger, zum Auftakt ihrer ersten Spielzeit die Frauen in Shakespeares „Sommernachtstraum“ nicht als willfährige Objekte der Männer(fantasien) zeigt, sondern als höchst eigenständige, ja eigenwillige Persönlichkeiten: „Ich finde, der Sommernachtstraum eignet sich wahnsinnig gut, um auf hoffentlich doch recht subtile Art und Weise zu zeigen, dass diese Komödie sehr viel Auseinandersetzung ermöglicht, was Machtstrukturen, patriarchale Strukturen, feministische Strukturen und ganz allgemein Beziehungsstrukturen betrifft“, so die Regisseurin.

Sie startete nach eigenen Worten auch deshalb mit diesem Shakespeare-Klassiker, weil bei der großen Besetzung das ganze Schauspiel-Ensemble zusammenkommen und zusammenarbeiten könne. Dem Team ging es also nicht zuletzt darum, seine Visitenkarte beim Publikum abzugeben. Das reagierte zunächst etwas schüchtern und scheu auf die ambitionierte Produktion, war am Ende aber offenkundig höchst zufrieden, auch wenn leider etliche Plätze im Saal leer blieben.

„Unterschiedliche Ästhetiken nach Niederbayern holen“

Da muss Astrid Großgasteiger wohl noch etwas theatralische Überzeugungsarbeit leisten, zumal sie ja ein vergleichsweise unwirtliches Zelt auf dem Landshuter Messegelände zu bespielen hat, mit einer viel beklagten Akustik und nicht gerade heimeliger Atmosphäre. Das erfordert von Schauspielern eine enorme Kraftanstrengung, mindestens verdoppelte Energie, um den Funken überspringen zu lassen in die Zuschauerreihen.

In fünf bis sechs Jahren hofft die Intendantin nach eigenen Worten, ein festes Stammquartier in der Landshuter Altstadt beziehen zu können: „Ich bin sehr guter Dinge. Die momentanen Prognosen sind so, dass da was absehbar ist. Wir liegen sehr gut in der Planung, die auch realistisch ist.“

Beim Programmangebot soll sich einiges ändern. So sollen Opern von Richard Wagner, die in den vergangenen Jahren den Ehrgeiz des Landestheaters anstachelten, erst mal kein Thema mehr sein. Astrid Großgasteiger setzt nicht auf Monumentalität, sondern auf Vielfalt: „Wir möchten es tatsächlich gerne schaffen, mit vielen wirklich unterschiedlichen Regieteams unterschiedliche Ästhetiken nach Niederbayern zu holen. Wir wollen zeigen, was die ganze Bandbreite von Schauspiel, Musiktheater und Jugendtheater kann, so dass die Zuschauer sagen können, wenn das eine nichts für sie war, schauen sie sich trotzdem was anderes an, weil es ganz anders werden wird. Wir wollen ganz unterschiedliche Ästhetiken, unterschiedliche Handschriften und Stücke präsentieren.“

„Ich bin, was ich bin“ hilft bei Identitätssuche

Hier und da wirkte der „Sommernachtstraum“ zum Auftakt der neuen Ära noch etwas angestrengt im Bemühen, möglichst zeitgemäß zu sein und mit den aktuellen Gender-Diskursen irgendwie mitzuhalten. Klar, Shakespeares Wald kann heutzutage keine lauschige Kulisse für einen harmlos-romantischen Verwechslungs-Schabernack mehr sein, er ist vielmehr ein Dickicht, in dem alle Mitwirkenden schnell den Überblick verlieren über ihre Emotionen, ihre Wünsche, ihre Zukunftsvorstellungen.

Die berühmte Hymne „Ich bin, was ich bin“ aus dem Musical „Ein Käfig voller Narren“ durfte da nicht fehlen: Identitätssuche ist Schwerstarbeit, die jeder für sich selbst leisten muss, womöglich ein Leben lang. Ausladende Fummel und hochtoupierte Perücken können dabei durchaus hilfreich sein.

Gelacht wird auch, obwohl etwas mehr anarchischer Slapstick denkbar gewesen wäre, aber Humor ist immer Geschmackssache. Im Landestheater Niederbayern hat jedenfalls sichtbar eine neue Ära begonnen. Wenn das Haus für das Publikum mehr Überraschungen bereithält als bisher, also die versprochene stilistische Vielfalt einlöst und gestaltet, mag das manchen Abonnenten in seiner Erwartungshaltung vielleicht irritieren – spannend wäre es zweifellos.

„Sommernachtstraum“ am Landestheater Niederbayern, nächste Vorstellungen am 10. Oktober in Landshut, am 16., 17. und 18. Oktober in Passau, viele weitere Termine.

 

Dir gefällt vielleicht

Dicht & Ergreifend: Wiesn-Experiment endet bei der Polizei

BR mehrfach für Grimme Online Award nominiert

Comeback des Rap-Stars: „Was ist mit Lil Nas X passiert?“

„Ragebait“ zum Jugendwort des Jahres 2026 gekürt

Bedroht Reality-TV die Trauminseln der Karibik?

Diesen Artikel teilen
Facebook Twitter Whatsapp Whatsapp Link kopieren Drucken
Was denken Sie?
Liebe0
Traurig0
Glücklich0
Wütend0
Avatar-Foto
Von Uta Schröder
Uta Schröder ist eine versierte Kulturjournalistin und leitet das Ressort Kultur der WirtschaftsRundschau. Mit ihrem umfassenden Wissen und ihrer Leidenschaft für Kunst und Kultur bietet sie tiefgehende Analysen und spannende Einblicke in die kulturelle Landschaft.
Vorheriger Artikel Bedroht Reality-TV die Trauminseln der Karibik?
Nächster Artikel Trotz mehr Baugenehmigungen: Warum die Krise beim Wohnbau anhält
Schreibe einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


Letzte Beiträge

Dicht & Ergreifend: Wiesn-Experiment endet bei der Polizei
Kultur 10. Oktober 2026
BR mehrfach für Grimme Online Award nominiert
Kultur 10. Oktober 2026
Comeback des Rap-Stars: „Was ist mit Lil Nas X passiert?“
Kultur 10. Oktober 2026
„Ragebait“ zum Jugendwort des Jahres 2026 gekürt
Kultur 10. Oktober 2026
WirtschaftsRundschauWirtschaftsRundschau
© 1984-2025 WirtschaftsRundschau. Alle Rechte vorbehalten.
  • Meine Lesezeichen
  • Kontakt
  • Datenschutz
Welcome Back!

Sign in to your account


Lost your password?