Doktorandin Maggie, gespielt von Ayo Edebiri, wirft dem Dozenten Hank, gespielt von Andrew Garfield, sexuelle Belästigung vor. Und wendet sich mit der Geschichte an ihre Professorin Alma, die aber auch mit Hank befreundet ist. Hank wiederum beteuert: Alles erfunden! Eigentlich wolle Maggie nur davon ablenken, dass er Plagiate in ihrer Doktorarbeit entdeckt hat.
Kann es Richtiges im Falschen geben?
„After The Hunt“ argumentiert dabei, dass es bei MeToo auch um Systemkritik gehen muss: „Es gibt kein Richtiges im Falschen.“ Alma zitiert den berühmten Adorno-Satz in ihrem Seminar, er gilt auch für diesen Film.
Im Haifischbecken Yale ist die Suche nach der Wahrheit, nach dem moralisch Richtigen nämlich unmöglich geworden. Weil es keiner Figur darum geht, sexuellen Missbrauch abzuwenden. Stattdessen nutzen sie die MeToo-Debatte nur für sich selbst aus, um an einer Uni Karriere zu machen, in der noch nicht einmal der erfahrensten Professorin eine Festanstellung sicher ist.

