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WirtschaftsRundschau > Nachrichten > Wissen > Seltenes Bornavirus: Für welche Tiere besteht Gefahr?
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Seltenes Bornavirus: Für welche Tiere besteht Gefahr?

Michael Farber
Zuletzt aktualisert 19. Januar 2026 15:22
Von Michael Farber
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3 min. Lesezeit
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Welche Tierarten sind betroffen?

Theoretisch kann sich nahezu jedes Säugetier mit Bornaviren infizieren. Eine Infektion bei Rindern ist noch nie entdeckt worden. Insbesondere Pferde, Schafe, Alpakas und Lamas scheinen für das Virus empfänglich zu sein. „Wir können noch nicht genau sagen, woran das liegt“, so Angelika Schoster von der Pferdeklinik der Universität München. Möglicherweise braucht es spezielle Rezeptoren, an die das Virus andocken kann.

Inhaltsübersicht
Welche Tierarten sind betroffen?Welche Symptome treten bei Bornavirus-Infektionen auf?Wie infizieren sich Pferde und Schafe?Wie können Tierbesitzer vorbeugen?Besteht Gefahr für Tierhalter?

Welche Symptome treten bei Bornavirus-Infektionen auf?

Die Infektion verläuft schleichend. Anzeichen sind Wesens- und Verhaltensänderungen und auch neurologische Störungen. „Dann ist die Erkrankung aber bereits in einem fortgeschrittenen Stadium“, so die Veterinärmedizinerin Schoster. Die Inkubationszeit zieht sich über Wochen bis Monate hin.

Wie infizieren sich Pferde und Schafe?

Wie genau die Übertragung von der Feldspitzmaus verläuft, ist noch nicht abschließend geklärt. Alle Ausscheidungen wie Kot, Harn und Speichel gelten als infektiös. „Es ist davon auszugehen, dass Verletzungen der Haut, zum Beispiel an der Lippe, Eintrittspforten für das Virus sind“, so Schoster. Aber auch Aerosole: „Wenn virushaltige Stallluft eingeatmet wird. Oder auch über den Magen-Darm-Trakt, also über das Futter.“

Wie können Tierbesitzer vorbeugen?

Angelika Schoster empfiehlt, auf Stallhygiene zu achten. Futter sollte auf keinen Fall offen und für Spitzmäuse zugänglich gelagert werden, sondern in geschlossenen Behältern. Werden Spitzmäuse entdeckt, sollte man ihre Nahrungsquelle suchen und sie ihnen entziehen. Feldspitzmäuse sind keine Nagetiere, sondern Insekten- und Aasfresser.

Offene Mülleimer oder frei zugängliches Katzen- oder Hundefutter sollten vermieden werden, um keine Insekten anzulocken. Sind Spitzmäuse im Stall, ist auch bei Reinigungsarbeiten mit Staubentwicklung Vorsicht geboten. Schoster betont aber auch: Spitzmäuse sind streng geschützt. Sie zu fangen oder zu töten, ist verboten.

Besteht Gefahr für Tierhalter?

Dass Tierhalter sich bei Pferden oder Schafen anstecken, ist bisher nie vorgekommen, sagt die Veterinärmedizinerin. Pferde und Schafe gelten als „Sackgassen-Wirte für das Virus, sie produzieren nicht genug Viren beziehungsweise scheiden sie nicht so aus wie die Maus.“

Auch wenn Katzen infizierte Mäuse gefangen haben, ist nicht nachgewiesen, dass sie das Bornavirus auf den Menschen übertragen, so das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Trotzdem sollten besonders Katzenbesitzer, deren Haustiere im Freien jagen, tote oder verletzte Mäuse nur mit Handschuhen anfassen und in einer verschlossenen Plastiktüte im Restmüll entsorgen.

 

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Von Michael Farber
Michael Farber ist ein erfahrener Journalist, der das Ressort Wissen der WirtschaftsRundschau leitet. Mit seiner Expertise in Wissenschaft und Technologie berichtet er über die neuesten Entwicklungen und Entdeckungen und bietet den Lesern spannende Einblicke in komplexe Themen.
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