Papst Pius VI. hatte das Relief 1786 Pfalzgräfin Maria Anna von Birkenfeld-Zweibrücken geschenkt – daher der Name Pius-Altar. Anlass war die Geburt ihres Sohnes, dessen Patenschaft der Pontifex übernahm. Seitdem gehörte das Kunstwerk stets privaten Besitzern – deshalb war es der Öffentlichkeit bislang nicht näher bekannt.
Stiftungen haben die Anschaffung unterstützt
Einen genauen Kaufpreis nannte das Museum nicht, verwies jedoch auf die großzügige Unterstützung mehrerer Stiftungen – darunter die Ernst von Siemens Kunststiftung, die Kulturstiftung der Länder und die Oetker-Stiftung. In einem Bericht über den Kauf war von einem siebenstelligen Betrag die Rede.
Besucherinnen und Besucher können sich vom 3. März bis zum 3. Mai in einer Interimsausstellung ein eigenes Bild von dem Altar machen. Danach soll im Rahmen eines Forschungsvorhabens untersucht werden, welche Techniken bei der Herstellung des Reliefs angewandt wurden. Ab Januar 2027 soll der Pius-Altar dann in der Dauerausstellung des Germanischen Nationalmuseums zu sehen sein.

